Karlsberg – Askersund, 57 km, 3:17h, 319 Hm

Am schwedischen Nationalfeiertag war das eine entspannte Etappe. Ich besuchte noch die Festung Karlsborg, an dem das dort stationierte Militär einen Tag der offenen Tür für die Bevölkerung anbot. Es wurde gefeiert bei Tanz und Musik! Ich fuhr dann auf der B49 in Richtung Askersund, bog nochmals ab in den Tivedens Nationalpark und erreichte den CP in Askersund am frühen Nachmittag. Kurz vor Askersund hatten es dann Sebastian und Martin mit ihrem VW- Bus auch geschafft und überholten mich. Wir wünschten uns noch eine gute Reise, uebrigens euer spendiertes Bier schmeckte lecker, und sie zogen davon!

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Campingplatz Karlsborg mit den Langnasen

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Festung Karlsborg

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schwedische Drohne

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Tanz und Musik auf der Karlsborg

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Der Vaettern

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Habo- Karlsborg 98 km, 5:36h, 490 Hm

Nach einem Ruhetag geht es heute weiter in Richtung Norden am Vaettern entlang. Zuerst fuhr ich auf Nebenstraßen durch das Naturreservat Hoekensas, kam an der Gustav- Adolf- Kirche vorbei und schwenkte dann aber wieder auf die 195. Bedingt durch den Sonntagsverkehr, war der Verkehr erträglich. In Hjo, einem schönen Städtchen mit Feriencharakter, machte ich Rast. Der Wind, wieder mal aus Norden, nahm an Stärke wieder zu. Eigentlich wollte ich mir heute einmal ein richtiges Bett gönnen, aber die Jugendherberge in Karlsborg hatte wegen des morgigen Nationalfeiertags kein Bett mehr frei, also fuhr ich auf den Campingplatz. Zur Überraschung traf ich dort Sebastian und Martin aus Bautzen wieder, die ich bereits in Habo kennenlernte. Sie sind mit einem grünen VW- Bus unterwegs, Kilometerstand 470.000 km, und wollen nach Stockholm. Mit Einkaufen, Kochen, Biertrinken und Erzählen beendeten wir den Tag!

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Gustav- Adolf- Kirche

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Goeta- Kanal in Karlsborg

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Bis bald, euer Spieli

Ruhetag in Habo

Endlich mal ausschlafen. Welch herrliches Gefühl sich um sieben Uhr nochmals umzudrehen und weiter zu pennen! Als ich gegen 8 Uhr aufstand, stellte ich zu meiner Überraschung fest, dass ich doch der Erste in der Vertikalen war. Nach dem ausgiebigen Frühstück schwang ich mich auf meinen Radpanzer und fuhr mach Habo, wo ich mich in der Bibliothek mit regionalen Karten ausstattete. Anschließend machte ich mich auf den Weg zur 4 km entfernten Holzkirche von Habo. Die Kirche wurde 1723 fertiggestellt, was ja noch nicht spektakulär ist, aber bei sämtlichen prachtvollen Gemälden und kunstvollen Schnitzereien handelt es sich um Originale. Angeblich besuchen jährlich 27.000 Menschen diese Kirche. Ich war beeindruckt! Zurück in der Stadt ergänzte ich im Supermarkt meine Lebensmittelvorräte und fuhr dann zurück zum Campingplatz, stattete aber vorher dem Vaetternsee noch einen Besuch ab. Bei 14 Grad Wassertemperatur verlor ich keinen Gedanken daran hinein zu gehen. Radpflege und Kochen, meine Spezialität, standen anschließend auf dem Programm. Jetzt suche ich auf der Regionalkarte eine Alternative zur B195, auf der ich morgen weiterfahren will. Ziel ist Hjo oder Karlsborg, je nachdem wie das Wetter wird.IMG_0993

Die Jungs traf ich in Habo. Die fahren heute 200 km, die Generalprobe für den Vaetternrundan in 14 Tagen. Die wollen die 300 km unter 10 Stunden fahren! Respekt!

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Kirche von Habo

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Am Ufer des Vaettern

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Ein fast aufgeräumtes Zelt ohne und

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mit Bewohner.

Bis bald, euer Spieli

Vaernamo- Habo/ Vaettern, 93 km, 5:40h, 408 Hm

Heute habe ich die ersten 1000 km auf dieser Tour abgeradelt. Das gibt eine Belohnung für mich: einen Schnaps und einen Tag Sonderurlaub, diesmal eben in Habo. Die Strecke ging heute über Vaggeryd, Jönköping nach Habo, am Südwestufer des Vaettern gelegen. Hier führt auch das alljaehrliche Radmarathonevent Vaetternrund vorbei. Heute war es gefühlt noch heisser als gestern, da keine einzige Wolke am Himmel zu sehen war. Doch das Thermometer zeigte wie gestern 33,6 Grad an, so dass ich wo ich nur konnte meine Trinkflaschen immer wieder mit Wasser auf füllte. Von Jönköping nach Habo kam dann auch noch ein knackiger Anstieg nach dem Anderen. Anstatt zum Ende einer Tagesetappe den Weg eben und windstill zu gestalten! Das müssen die Schweden halt noch lernen! Den Geheimtipp für den heutigen Campingplatz erhielt ich von einem bekannten Ehepaar aus Wuppertal, die gefühlt seit 100 Jahren hier Urlaub machen. Danke für den Tipp.

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Café in Vaggeryd

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Erstkontakt mit dem Vaettern

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Bis bald, euer Spieli Vaernamo- Habo/ Vaettern, 93 km, 5:40h, 408 Hm weiterlesen

Aelmhult- Vaernamo, 91km, 5:12 h, 351 Hm

Gestern abend traf ich auf dem Campingplatz noch 3 Biker aus Greifswald, die jedes Jahr eine Woche um die gleiche Zeit in gleicher Besetzung seit 15 Jahren Südschweden bereisen. Dieses Jahr wollen sie einmal Öland umrunden. Nachdem ich gestern merkte, dass die Bundesstraße 23, auf der ich weiterfahren wollte, doch stark von LKW’s frequentiert ist, entschloss ich mich für eine andere Route. Von Aelmhult ging es auf gut ausgebauten Nebenstraßen, ohne nennenswerten Verkehr über Plaetteryd, Hamneda, wo ich auf die alte E4 stiess, die fast parallel zur Autobahn E4 verläuft. Die alte E4 hat ein nur geringes Verkehrsaufkommen. Auf der blieb ich bis Vaernamo, wo ich auf dem Campingplatz, neben dem Friedhof uebernachtete. Gute Adresse! Heute ist wieder Selberkochen angesagt.

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Kurz hinter Lagan

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Bis bald, euer Spieli

Skyrup- Aelmhult, 83 km, 5:18 h, 468 Hm

Der Tag versprach heiss und windig zu werden und er wurde es. 33,7 Grad zeigte mittags der Tacho an. Von Skyrup fuhr ich um den Finjasjoen herum bis Haessleholm. Hier verfranste ich mich trotz Garmin und musste einige Male nach dem Weg fragen. Dann ging es weiter über Ballingsloev, Haestveda, Osby mach Aelmhult, der Ikea Zentrale. Hier landete ich auf einem noch schöneren Campingplatz, wie soll es in Schweden anders sein, am Moeckeln See gelegen. Heute bin ich platt!!!!

Bis bald, euer Spieli

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Aelmhult, Ikea- City

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Campingplatz am

Malmö- Skyrup 103 km, 6:13 h, 674 Hm

Nach dem guten Hotel Frühstück ging es für meine Frau zurück nach Wuppertal und für mich in Richtung Stockholm. Laut Wetterbericht war eigentlich schönes Wetter angesagt, aber als ich meinen Radpanzer in Bewegung setzte, fing es an zu regnen. Doch bei 19 Grad war es angenehm zu fahren, wenn nicht der starke Nordostwind gewesen wäre, der aus der Richtung blies in die ich wollte. Also 103 km Gegenwind. Über Lund, Sanby, bisher alles flach ging es durch Felder und Wiesen. Hinter Hoerby nahmen die Hügel und der Wind zu. Die Landschaft aenderte sich auch. Die Felder verschwanden und dafür gab es jetzt mehr Wald. Ich fühlte mich wie im Sauerland bergauf, bergab. Kurz vor Tormestorp entdeckte ich dann durch Zufall die Einfahrt zum Campingplatz. Also links ab und dem Waldweg ca. 4 km gefolgt und dann war ich endlich da. Der Campingplatz lag direkt am Finjasjoen ( See). Abgelegen und idyllisch. In der Küche bereite ich mir nun ein gepflegtes Mal zu.

Bis bald, euer Spieli

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Am Finjasjoern

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Malmö vom 24- 31-05-2016

Am 24-05, gegen 12:00 h kam meine Frau in Malmö an und wir machten 1 Woche Urlaub. Wir schauten uns Kopenhagen und Südschweden an, besuchten als Mankellfans natürlich das Kurt Wallander Museum in Ystad. Kommissar Wallander konnte uns leider nicht persönlich begrüßen, da er wegen aktuellen Ermittlungen unterwegs war. Es war eine schöne Woche bei hoch sommerlichen Temperaturen. Malmö, eine interessante Hafenstadt, besicht durch seine südliche Leichtigkeit, was sich auch im ruhigen und gelassenen Straßenverkehr widerspiegelt. Fußgänger und Radfahrer genießen grundsätzlich Vorfahrt. Es stehen über all sehr gut ausgebaute Radwege zur Verfügung. Nachahmenswert auch für Deutschland.

Morgen trennen sich vorübergehend unsere Wege. Ich mache mich auf den Weg zu meinem 2. Etappenziel Stockholm, dass ich in 8-9 Tagen erreichen möchte.

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Turning Torso, Malmö

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Kleine Meerjungfrau Kopenhagen

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Kurt Wallander Museum, Ystad

Bis bald, euer Spieli

Tappernoje- Kopenhagen- Malmö, 75 km, Fahrzeit: 4:15h, 222 Hm

Heute Nacht kam stärker Wind auf, der mein Zelt durch schüttelte, zum Glück hatte ich das Zelt mit den Sturmleinen gesichert. Es troepfelte dann noch etwas. Als ich losfuhr, war alles grau in grau, aber die Temperatur war angenehm zum Fahren. Der Gegenwind drückte das Fahrtempo. In Koge rastete ich kurz. Dann ging es weiter, die 39 km bis Kopenhagen waren spielend zu schaffen. Da ich so früh in Kopenhagen ankommen sollte, entschloss ich mich heute noch weiter bis Malmö zu fahren. Da die Öresund- Brücke für Fahrräder gesperrt ist, gab es nur die Möglichkeit mit dem Zug über die Brücke zu fahren. Also in den Garmin Kobenhavn City eingegeben. Fahrscheine für das Rad und mich am Automaten gezogen und schon sass ich im Zug, der um 15h losfuhr. Am Flughafen musste ich den Zug verlassen und durch die Passkontrolle. In einem anderen Zug ging es Malmö weiter. Bevor dieser den Zielort erreichte, erneut Passkontrolle, diesmal durch die schwedische Polizei, mit Spürhund. Seit der Migrationswelle wurden auch hier die Sicherheitskontrollen verstärkt. In Malmö endlich angekommen, einer reizenden Stadt mit 330.000 Einwohnern, rief ich in der JH an und reservierte einen Schlafplatz für heute Nacht. Es ist eine grosse Herberge, die in der Innenstadt liegt, die aber einen sehr sauberen und gemütlichen Eindruck macht. IKEA lässt gruessen!!

Gute Nacht, euer Spieli

Burg/ Fehmarn- Tappernoje, 95 km, Fahrzeit: 5:17h, 391 Hm

Gestartet bin ich heute kurz nach 10h. Am Fährhafen musste ich auf die Fähre nach Roedbyhavn warten, die als sie ankam, erst einen ganzen ICE verschluckte, ehe die LKW, PKW und zum Schluss 3 Fahrräder drankamen. Die Überfahrt erfolgte auf einer der modernsten und umweltfreundlichsten Fähren die es gibt. Mit Hybridantrieb, bei dem ein Diesel die eigentlichen Elektromotoren antreibt. Die Überfahrt fand bei strahlendem Sonnenschein statt und dauerte ca. 45 Minuten. In Dänemark ging es zunächst flach bis Marino. Dort traf ich eine Holländerin, die Freunde in Kopenhagen besucht hatte und jetzt mit dem Rad auf dem Rückweg nach Amsterdam war. In Dänemark fielen mir besonders die fehlenden Wälder im Gegensatz zu Deutschland auf. Es gab bis jetzt nur Büsche rechts und links der Strecke. Die gut ausgebauten und beschilderten Radwege sind bemerkenswert, genau so wie in Holland. Bei Orehoved fuhr ich über die 3260 m lange Storstroemmen Brücke und landete um 18:30 h auf dem Campingplatz von Tappernoeje. Keine First- Claas Adresse, aber alles war sauber und für eine Nacht OK. Nachdem ich noch ein Bier mit einem ebenfalls gerade angekommenen Ehepaar aus der Nähe von Nürnberg trank, die auch zum Nordkap wollten, aber mit eigenem Wohnmobil, beeilte ich mich, um in dem nahegelegenen Imbiss noch was zu futtern zu bekommen.IMG_0846

Fährhafen Puttgarden

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Bis Bald, euer Spieli. Burg/ Fehmarn- Tappernoje, 95 km, Fahrzeit: 5:17h, 391 Hm weiterlesen