Saintes- Blanquefort, 109Km, 6:31h, 636 Hm

Das wurde heute eine hügelige Angelegenheit. Erst wieder durch blühende Rapsfelder und dann kurz vor Blaye, ging es durch das Weinanbaugebiet des Bordeaux. In Blaye wartete ich auf die Fähre. Vom Café aus sah ich wie eine Frau mit ihrem A4 gegen einen Poller fuhr. Sue stieg aus, besah sich den Schaden und stieg wieder ein. Nachdem ich später am Ort des Geschehens vorbei kam, sah ich, dass der Poller komplett aus dem Betonfundament gerissen neben an der Strasse lag. Das nennt man dann wohl Sollbruchstelle!

Es ging dann mit der Fähre über die Gironde. Von hier aus waren es noch 26 Km bis Blanquefort, einem Vorort von Bordeaux, wo ich in der JH uebernachtete. Uebrigens heute machte ich meinen 1. Tausender voll. Aktueller Kilometerstand 1087 Km.

Bis bald, euer Spieli

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Auf der Fähre

 

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Zwischenmahlzeit

Poitiers- Saintes, 125 Km, 6:38h, 815 Hm

Ich wollte noch eine Nacht bleiben, aber die JH in Saintes soll lt. Aussage des Pächters der hiesigen JH sehr schön sein. Also belud ich wieder mein treues Gefährt und es ging los. Aber schon nach 16 Km hing mir der Magen so im Keller, aufgrund des spartanischen Frühstücks in der JH, dass ich in einem Bistro halt machte und erst mal was vernünftiges zu mir nahm. Heute ging es wieder auf und ab. Als ich ungefähr die Hälfte der Strecke hinter mir hatte, buchte ich in der JH von Saintes 1 Zimmer. Meine Route führte heute wieder durch herrlich blühende Rapsfelder und zum Schluss durch das Anbaugebiet des Cognac. Michel, ein 70 jaehriger, ruestiger Rennradfahrer, der mich eine Weile begleitete, meinte, dass der Wein nichts tauge nur für den Cognac. In der JH angekommen bekam ich ein elegantes Zweibettzimmer und zauberte noch mein Abendessen. Morgen lege ich mal einen Ruhetag ein.

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Bis Bald euer Spieli

Montlouis s/L- Poitiers, 127 Km,7:10h, 692 Hm

Nachts ist es immer noch sehr kalt, sodass ich mal wieder später als geplant losfuhr. Die Navi führte mich auf so kleinen Nebenstraßen her, dass ich, wenn die Sonne nicht da gewesen wäre, nicht gewusst hätte, in welche Himmelsrichtung ich fahre. Aber grobe Richtung Süden stimmte. Nach 85Km kehrte ich in Chatellerault das 1. Mal ein, vorher gab es nichts und ich buchte die JH in Poitiers. Heute war ich richtig müde und freute mich auf mein Bett. Der Pächter hatte ein Einsehen und brachte mich in einem 4- Bett Zimmer alleine unter.

Bis Bald, euer Spieli

 

La Capelle la Reine- Clery St. Andre 92Km,5:00h,359Hm

Beim Frühstück quatschte ich mich mit einem Schweden und Norweger fest, die auch zum Klettern da sind. Der Norweger will unbedingt auf die Lofoten und ich erzählte ihm davon. Patric, der Besitzer der JH half mir beim suchen nach einer Unterkunft für heute abend und wurde fündig. Die heutige Strecke war flach. Orleans berührte ich nur ganz kurz und dann ging es weiter an der Loire entlang bis Clery St.Andre. Pierre und Monique begrüßten mich bei der Ankunft herzlich. Pierre, ihr Mann, 73 Jahre jung, war seit einem Jahr an den Rollstuhl gefesselt und die Ärzte wussten nicht, was er hatte. Und sie hatten noch so viele Pläne! Nach einem für französische Verhältnisse außergewöhnlichem Frühstück startete ich in Richtung BLois.

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An der Loire

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Blois

Chenoise- La Chapelle la Reine 62 Km, 3:28h, 305 Hm

Die Nacht war eisig. Zum Glück hatte ich den 2 Decken misstraut und mich in meinen dicken Schlafsack gemummelt. Es war tatsächlich blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Und schon hob sich meine Stimmung. So schnell das 1. und 2. Frühstück zusammen eingenommen und dann ging es auf ruhigen Nebenstraßen nach Fontainebleau, dem Sitz des Königsschlosses und natürlich der Boulderhochburg. Schon im frühen 20. Jahrhundert bereiteten sich die Pariser Alpinisten auf ihre Touren hier vor. Heute hat das einen internationalen Ruf. Kletterer aus aller Herren Länder kommen hier hin, um sich in den unterschiedlichsten Schwierigkeitskategorien zu prüfen. Ich bin in einer schönen JH untergekommen, zusammen mit einem Tommy auf dem Zimmer. Der Besitzer ist ein Deutsch- Franzose, ebenfalls ein leidenschaftlicher Kletterer, der vor 3 Jahren seinen Beruf aufgab und diese JH in einem alten Gebäude umbaute und jetzt leitet.

So das wäre mal fürs erste Bilder kommen später.

Bis Bald, euer Spieli

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In Chapelle

Montmirail- Chenoise, 50 Km, 2:50h, 355 Hm

Ich entschloss heute eine kürzere Etappe zu fahren. Als ich in Chenoise ankam, fragte ich nach dem CP, aber keiner kannte ihn. Resigniert verließ ich das Café und was sah ich: Das Hinweisschild auf den CP. Also noch 2 Km getrampelt. Dann gelangte ich auf einen Bauernhof mit vielen Tieren und einer Zeltwiese, sowie einen in die Jahre gekommenen Caravan. Den mietete ich für eine Nacht. Die Hofherrin versorgte mich noch Gemüse, Milch und Eiern. Hier konnte ich mich duschen und meine Kleidung waschen und auch trocknen. Auch eine Schulklasse von 8 jährigen machte hier Ferien und sie bekamen gezeigt wie man Schafwolle kaemmt um Fäden herzustellen oder wie man Brot backt. Die hatten viel Spass und natürlich auch viel Auslauf. Morgen soll es schöner werden. Da bin ich mal gespannt!

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Bauernhof mit CP

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Wohnwagen für eine Nacht.

Guignicourt- Montmirail, 101 Km, 6:57h, 1308 Hm

Der CP war eine Zeltwiese, mit einer Dusche und WC. Es war das 1. Mal, dass ich ungeduscht in meinen Schlafsack viel. So kalt war das. Vorher hatte ich im Ort noch eine Pizza mit allem gegessen. Dann fing es an zu stürmen, aber ich vertraute darauf, dass ich die Leinen gut gespannt hatte. Die Nacht konnte ich, aus welchen Gründen auch immer, nicht schlafen und stand am nächsten Morgen erst spät auf. Kurz nach Mittag verließ ich den CP.

Olley sur Viroin- Guignicourt 129 Km, 7:53h, 1387 Hm

Es ging immer noch durch die Ardennen. Und ich hatte mir die Strecke, wegen der tollen Landschaft, auch ausgesucht. Ja vom Schreibtisch sieht das auch ganz anders aus. In Regniowez erreichte ich Frankreich, aber die Berge blieben. Die Picardie ist sehr hügelig und reines Argrarland. Ich konnte, weil es geradeaus ging, meistens den 2. und3. Hügel schon von weitem sehen. Es war kalt. Als ich startete, kurz nach 10h waren es knapp 10 Grad und es wurde auch nicht viel wärmer. Die Felder waren alle schon bestellt. Gegen 19 h erreichte ich dann den CP von Guignicourt und gönnte mir heute mal eine Hütte.

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Binden und beschneiden der Reben (Champagner)