Hirtshals- Aalborg, 71 km, 4:13h, 331 Hm

Das war die teuerste Unterkunft während meiner bisherigen Reise. Stolze 72 € umgerechnet verlangte die seelenlose Dame an der Rezeption, immerhin nutzte ich ein 4- Bettzimmer mit WC und Dusche allein! Ich hätte bei dem Wetter vermutlich auch noch einen höheren Preis akzeptiert! Dann ging es ab in Richtung Aalborg. Ab und zu ein paar Regenschauer und Wind aus Südwest. Die Landschaft erinnerte mich an die deutsche Nordseeküste und es wurde heimatlich! Am späten Nachmittag erreichte ich den CP von Aalborg und ich mietete mir eine Hütte, denn der Wind wehte immer noch kräftig. Der CP liegt direkt neben einer Marina und ich höre die Masten der Segelboote pfeifen und heulen!

Bis bald, euer Spieli.

Oslo- Skoopem- Larvik- Hirtshals, 78 km, 4:28h, 304 Hm

Für die Abfahrt nutzte ich eine Regenpause. Unterwegs dann immer wieder Schauer und Wind von allen Seiten, nur nicht von achtern! Die Strecke war gut zu fahren, aber kurz vor Moss merkte ich, dass es mit der Fähre von Larvik nach Hirtshals knapp werden würde und ich wollte nicht nochmals uebernachten. Also nahm ich ab Skoopem den Zug und erreichte rechtzeitig die Fähre. Der Wind hatte kräftig zugelegt und als die Fähre die Küste von Larvik verlassen hatte, fing das Schiff, obwohl über 200 m lang, Achterbahn zu fahren. Die Flaschen und Gläser der Bar fingen beim Aufsetzen im Wellental jedesmal an zu klirren! Nach einiger Zeit brachte man die ersten Patienten vom Vorschiff nach achtern, die die bereit liegenden Tüten füllten. Das wirkte ansteckend! Zwischendurch meldete der Kapitän, dass die Windgeschwindigkeit 20 m sec. beträgt, also Sturmstärke! Wir erreichten Hirtshals mit 30 minuetiger Verspätung und ich brauchte für die 3 km zur JH gute 20 Minuten. Den CP hatte ich ausgelassen, da bis zu 120 kmh Windgeschwindigkeit gemeldet waren!

Bis bald, euer Spieli.

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Larvik check in

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Oslo

Ich hatte mir eine gemütliche Stadtbesichtigung vorgenommen. Doch daraus wurde leider nichts. Kaum am Hauptbahnhof angekommen, fing es wie aus Sturzbaechen an zu schütten. Also schnell umdisponiert und mit dem Bus in den Stadtteil Blakkstad gefahren und dort sah ich mir unter anderem das Kon- Tiki und das Fram- Museum an. Das erste fand ich am spannendsten. Nachmittags klarte es dann doch noch auf und ich konnte meinen unterbrochenen Stadtbummel fortsetzen.

Bis bald, euer Spieli.

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Oper von Oslo

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Wikingermuseum

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Kon- Tiki Museum

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Thor Heyerdahl während eines persönlichen Gesprächs.

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Rathaus

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Nobel Peace Center.

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Oslo Vandrerhjem Haraldsheim

Birli- Oslo, 99 km, 5:16h, 770 Hm

In Birli fuhr ich heute frühzeitig los, denn ich wusste die heutige Etappe wird anstrengend. Außerdem hatte der Wetterbericht für den Nachmittag Regen angekündigt. Gefruehstueckt hatte ich mein Müsli, Kaffe gab es nach 18 km an der Tanke in Lygna, nach einem kurzen Anstieg von 250 HM! Hinter Roa traf ich auf Glenn, einen norwegischen Rennradfahrer, der im September bei den Parolympics in Brasilien beim 10 km Einzelzeitfahren antritt. Er nahm mich mit in Richtung Oslo. Ab diesem Zeitpunkt zeigte der Tacho nicht mehr unter 32 kmh an. Nach 40 Kilometer gemeinsamer Fahrt, ca. 25 Km vor Oslo, unternahm er dann einen Ausreisversuch und ich konnte diesem Tempo nicht mehr folgen, da meine Oberschenkel brannten und ich mich wegen des Regenschauers unterstellte. Leider sah ich Glenn nicht mehr. Ich hätte gerne noch einen Kaffee mit ihm getrunken und ein Foto gemacht. An dieser Stelle Glenn noch mals vielen Dank für die nette Begleitung. Das Haraldheim fand ich dank Glenns guter Beschreibung ohne Probleme! Hier bleibe ich 2 Nächte und schau mir Oslo an. Ach ja, heute habe ich den 5. Tausender vollgemacht!

Bis bald, euer Spieli.

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Landschaft bei Birli.

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Soviel Ehre hätte ich nicht erwartet!!!

Lillehammer- Birli, 83 km, 5:04h, 933 Hm

Wir hatten einen Extremschnarcher im Zimmer. Er hatte Ohrstoepsel und ich nicht! Das war eine super Nacht! Ich wollte mir eigentlich Lillehammer ansehen, aber seit gestern gab mein Rad ein neues, beim Antritt schleifendes Geräusch von sich. Also nach dem Frühstück in die Fahrradwerkstatt für einen Check. Es stellte sich heraus, dass der Käfig verbogen war, sonst alles OK! Da es sehr neblig war, schenkte ich mir den Aufstieg zur Sprungschanze. Dort hat man bei gutem Wetter angeblich den schönsten Blick auf die Stadt. Deshalb fuhr ich nach dem Fahrradcheck los. In Moelv hatte ich Schwierigkeiten den Fahrradweg parallel zur Schnellstraße zu finden. Gut 30 Minuten war ich am Fragen und Suchen. Dann endlich hatte ich es geschafft! In Raufoss an der Schnellstraße 4 machte ich Mittagspause und fuhr dann weiter nach Birli, wo lt. meiner Karte ein CP sein sollte. Der existierte aber seit 6 Jahren nicht mehr, wie mir ein Einheimischer mitteilte. Ich fragte bei einem Anwohner nach, ob ich auf deren Grundstück uebernachten könne. Der Hausherr bot mir auch die Küche zum Kochen an und zum Schluss durfte ich auch noch die Dusche benutzen. Wir unterhielten uns sehr angenehm. Er war gelernter Schuster und hatte mittlerweile 7 Schuhfilialen in der Region und fuehrte nebenbei noch einen landwirtschaftlichen Betrieb. Ich bedankte mich nochmals für die Gastfreundschaft und schlief diese Nacht ausgezeichnet in meinem Zelt!

Bis bald, euer Spieli.

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Brücke Moelv und so wird aus dem schmalen Lagen ein über 1,2 km breiter Strom.

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Harpefoss- Lillehammer, 79 km, 4:24h, 298 Hm

Die Fahrt entlang des Flusses Lagen auf der E6 war nervig! Viel Verkehr, dann sind Teilabschnitte für Radfahrer gesperrt. Da musste ich die Ausweichstrecke selbst finden, denn mit der Beschilderung  halten es die Norweger nicht so genau! Jetzt bin ich in der JH von Lillehammer angekommen und sehe mir Morgen früh die Olympiastadt an. Anschließend fahre ich dann weiter Richtung Oslo! Noch 173 km!!!

Bis bald, euer Spieli.

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Wasserkraftwerk kurz vor Lillehammer.

Dombas- Harpefoss, 94 km, 4:52h, 432 Hm

Als ich in der Nacht wach wurde, hörte ich das gleichmäßige Prasseln des Regens. Gut, das ich in einer trockenen Huette schlief! Am Morgen gönnte sich Petrus bis nach meinem Frühstück eine kurze Pause und drehte bei meinem Start den Wasserhahn wieder auf. Ich fuhr dann durch bis Otta, wo der Lagen und die Otta zusammenfliessen. Die Otta entspringt im Hochgebirge und führt tuerkisblaues Wasser, während das des Lagen eher dunkel ist. Eigentlich wollte ich bis Frya durchfahren, aber kurz hinter Vinstra erwischte mich dann doch noch ein Schauer, sodass ich in Harpefoss auf dem CP wieder eine Hütte nahm.

Bis bald, euer Spieli.

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Was auf dem Dach alles wächst!!

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Blick aus der Hütte in Harpefoss!

Andalsnes- Dombas, 106 km, 6:14h, 938 Hm

Die E 136 war die ersten 50 km einfach toll! Links und rechts eingeschlossen vom Romdalenmassiv. Von den Bergen schossen Wasserfälle über 200 Meter in die Tiefe. Beeindruckend!! Kurz hinter Bjorli traten die Berge allmählich zurück und das Hochtal, ich fuhr mittlerweile auf 600 Meter Höhe, wurde breiter. Leider setzte dann auch der versprochene Regen ein und ich erreichte den CP von Dombas und bezog eine gut eingerichtete Hütte zu einem fairen Preis.

Bis bald, euer Spieli.

Für die Bergfans kann ich Andalsnes nur empfehlen. Leicht zu erreichen. Entweder Fähre oder Flieger bis Oslo und dann in die Bahn bis Andalsnes ( Endstation). Uebernachten in dem Vandrerhjem in dem ich war oder in den CP ebenfalls in der Nähe. Adresse + Kontaktdaten vom Vandrerhjem habe ich.

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Vor dem Start in Andalsnes.

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Hier fährt die Romdalenbahn drüber!

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CP Dombas

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Meine Hütte für eine Nacht!

Andalsnes- Dombas, 106 km, 6:14h, 938 Hm weiterlesen