Nordkapp- Tour

23-06-15

Aufenthalt Tallinn

Morgens traf ich Tom und wir bummelten durch die Stadt. Nachmittags verabschiedeten wir uns, denn wollte noch auf die Insel Hiiumaa um dort mit estnischen Bekannten Mittsommernacht zu feiern!!

Nach langer, reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden in Helsinki meine Reise auf unbestimmte Zeit zu unterbrechen und am Donnerstag die Fähre von Helsinki nach Travemünde zu nehmen und anschließend nach Wuppertal zurück zu kommen.

Aber Morgen geht es erst nochmal nach Helsinki.

Bis Bald , euer Spieli

 

22-06-15

Paernu- Paeaerdu- Varbola- Tallinn

84 km, Fahrzeit 4:52 h, 2132 kcal

Das Wetter sah heute morgen gut aus, deswegen bin ich schon früh los. Aus Paernu raus auf die bekannte A4, war kein Problem. Am Landschaftsbild aenderte sich nicht viel. Nadel, Birkenwälder und Wiesen und alles absolut flach! Dann zog es sich immer mehr zu und dann kam ein Schauer nach dem anderen, aber die Regenbekleidung hatte ich griffbereit. Bei Varbola nahm ich das letzte Stück bis Tallinn den Bus. In der Nähe der Altstadt von Tallinn fand ich ein noch bezahlbares Hotel, wo ich mich für 2 Tage ein mietete. Morgen wollte ich mir die Stadt und die Feier zur Mittsommwende ansehen, um dann am Mittwoch früh mit der Fähre nach Helsinki über zusetzen. Dort wollte ich mich mit einem ehemaligen Arbeitskollegen treffen. Abends traf in Tallinn noch Tom, einen Österreicher, der mit dem Rad, ebenfalls einem Velotraum, zum Nordkap und dann über Norwegen zurück wollte. Aber sein Zeitplan stand noch nicht fest.

21-06-15

Salacgriva- Kabli- Paernu

81 km, Fahrzeit 4:34 h, 2046 kcal

Der angesagte Regen blieb zum Glück aus und ich beeilte mich mein Stahlross reiseklar zu machen. Als Ziel hatte ich heute die Hafenstadt Paernu angepeilt. Die A4 war mit Baustellen uebersaet und so beschloss ich in Ainazi, kurz vor der estnischen Grenze auf eine Nebenstrecke auszuweichen. Das war die richtige Entscheidung gewesen. Toller Asphalt, kaum Verkehr. Die Straße führte direkt an der Ostsee entlang, mit sehenswerten Ausblicken. Jede Menge Campingplätze sah ich, die in den offiziellen Karten nicht verzeichnet sind. Heute Mittag ass ich, nach langen Schonkosttagen das erste richtige wieder. Mal sehen wie sich meine beiden Hauptorgane dazu aeussern! Kurz hinter der estnischen Grenze traf ich ein junges Paar aus California, die mit dem Rad in Tallinn gestartet waren und bis Griechenland wollten. Nachdem ich ihnen die Hinweise auf die Baustelle und Ausweichmöglichkeit gegeben hatten fuhren wir beide weiter. Am Nachmittag kam ich mit trockenen Reifen in Paernu an und fand über die Touristinfo eine pasable Unterkunft dier die Nacht. In Paernu feierte man heute schon Mittsommernacht mit einem Open- Air- Konzert mit estnischen Künstlern. Tolle Band, tolle Sängerinnen und Interpreten. Von Balladen über Swing bis Rock, für jeden wat was dabei. Leider fing es später an zu regnen und ich machte mich auf den Weg zum Hotel, die Esten blieben natürlich.

 

20-06-15

Riga- Saulkrasti- Salacgriva

106 km, Fahrzeit 6:25h, 2957 kcal

Aus Riga rauszukommen kostete einige Zeit. Als ich aber dann auf der A2 war, lief es zügig. Es ist zwar eine 4-spurige Schnellstraße, aber auf jeder Seite befindet sich ein Standstreifen, der zum Radfahren geeignet ist. Ich musste mich an den starken Verkehr aber erst gewöhnen. Die Trucks fahren die ganze Woche durch. Hier gibt es keine Fahrbeschränkung. Dafür haben die Supermärkte auch am Wochenende auf. Gerechter Ausgleich! Dann auf die A1 in Richtung Tallinn abgebogen. In Saulkrasti, einem traumhaften Badeort am Ostseestrand tankte ich dann wie gewohnt meine Carbonspeicher auf. Dies ist ein Städtchen zum Wiederkommen! Das Landschaftsbild aenderte sich kaum, Wälder, Wiesen und Felder. Das heutige Stück war bretteben, der Wind blies dafür aus allen Richtungen. Die A1 führt teilweise direkt an der Ostsee entlang. Traumhafter Blick beim heutigen Sonnenschein! In Salacgriva habe ich eine schöne Übernachtungsmöglichkeit in einem Gästehaus auf dem Lande gefunden. Morgen soll es regnen.

Bis Bald, euer Spieli

19-06-15

Aufenthalt in Riga. Zuerst siedelte ich von dem Hostel in ein Hotel um, dass ich gestern noch bei der Touriinfo gebucht hatte und sah mir diedie Altstadt an. Bühnen waren aufgebaut, wo volkstümliche Tänze und traditionelle Musik dargeboten wurde. Ein Markt mit typisch lettischer Handwerkskunst und natürlich was zum Futtern. Eine schöne Stadt, viel Jugendstil, hier hatte auch der KGB zu Sowjetzeiten seine „Residenz“. Morgen geht es weiter Richtung Tallinn.

Bis Bald, euer Spieli

18-06-15

Kabile- Tukums- Riga

70 km geschätzt, Tacho fiel heute ganz aus, vermutlich hat der jetzt meinen Virus, Fahrzeit 3:20 h, 1508 kcal

Das lief heute sehr gut, teilweise mit Rückenwind. Landschaftlich immer das gleiche, Wälder, Sümpfe, kleine Seen. Sie hatten zwar für heute Regen angesagt, aber bis Tukums blieb ich trocken. Im Tourioffice noch schnell ein Hostel in Riga gebucht, zu den Hotels hatten die seltsamerweise keinen Link, damit ich nicht lange suchen musste. Kurz danach fing es an zu regnen. Ich fuhr noch bis zum nächsten Ort, setzte mich in die Bahn und legte die restlichen Kilometer auf Schienen zurück. Riga war bereits für Mittsommernacht geschmückt und morgen sollten in der Altstadt bereits Veranstaltungen beginnen.

17-06-15

Alsunga- Kuldiga- Labile

64 km, Fahrzeit 3:56 h, Durchschn. 16,2 kmh, max. 39 kmh, 350 HM, 1651 kcal

Nachdem ich mich von den Berlinern verabschiedet hatte, ging es los, Hacki ich lass in Zukunft das Frühstück und nachmittags den Kuchen weg! Ich wollte es heute ganz ruhig angehen lassen. Im Info von Kuldiga erkundigte ich mich, ob die P121 nun komplett asphaltiert ist, was mir bestätigt wurde, ausser einem kleinen Stück von ca. 2 km, was sich als richtig herausstellte. In Labile einem 100 Seelen- Ort fragte ich im Supermarkt, ob es hier eine Übernachtungsmöglichkeit für mich gäbe. Eine anwesende Kundin sagte, sie hätte eine. Und so uebernachtete ich zum ersten Mal in einer Blockhütte auf einem Bauernhof. Selten habe ich auf meiner Reise so gut geschlafen wie dort!

16-06-15

Also irgendwie fanden die Damen im weissen Kittel, gegenüber des Hotels doch starkes Interesse bei einigen Kommentatoren ( Ina + Roland)

Heute war Ruhetag. Am späten Nachmittag kamen noch 2 Ehepaare aus dem Norden von Berlin an, die den Radweg von Riga nach Berlin fuhren. Da das eine Paar auch ein Haus in Kuestrin- Kietz hat, kannten sie auch die junge Dame vom Fischereihof, die uns so nett bediente. So klein ist die Welt.

 

15-06-15

Jetzt bin ich einen Monat unterwegs und gestern Abend hat Montezuma erneut zugeschlagen. Die Nacht und den halben Tag brachte ich zwischen Bett und einem gewissen Örtchen zu. Gegen Mittag telefonierte ich mit der Touristikinfo Liepāja und fragte nach einem englisch sprechenden Arzt. In Liepāja sei das kein Problem, aber ob der Arzt in Alsunga englisch spricht, war ihr nicht bekannt. Sie gab mir die Adresse, das war direkt gegenüber vom Hotel. Aber kein Schild verriet, dass hier eine Arztpraxis ist. Ich also hinein und traf auf 2 Damen im weissen Kittel, ob sie englisch sprechen, fragte ich? Aber das war nicht der Fall, sie sprachen nur lettisch und das sehr viel! Die eine der Damen schob mich in ein BehandlungszimmerBehandlungszimmer und ich versuchte zu erklären, warum ich hier bin. Sanft aber bestimmt drückte Sie mich auf die Liege und tastete meinen Bauch ab. Dann zeigte Sie mir eine Infusion schwache und meinte gute Medizin. Jetzt wurde es mir aber doch etwas ungeheuerlich und ich stand auf und bat höflich aber bestimmt um einen Arzt der Englisch spricht. Darauf folgten mir die 2 Dotores zum gegenueberliegenden Hotel und Robert, der Hotelier versuchte zu über setzen. Das klappte aber nicht so richtig. Ich fragte, ob er oder ein Freund die Möglichkeit mich mit dem Auto meinem Rad und dem Gepäck nach Liepāja in die Klinik zu bringen? Nach längerer Verhandlung erklärte er sich bereit mich für 15€ dorthin zu bringen, zu warten, wenn alles OK ist mich zurückzubringen, wenn die Ärzte mir von einer Weiterfahrt abraten, mich zur Fähre oder in ein Hotel zu bringen. MeinGepaeck und das Rad waren schnell verladen und dann ging es ab nach Liepāja. Unterwegs erfuhr ich von Robert, dass er in Lipaija Management studiert hatte und die Stadt liebe. Im Krankenhaus, einem modernen Neubau, fand ich in der Ambulanz eine Dame die englisch sprach und der ich meinen Fall schilderte. Darauf holte sie eine Ärztin, die mich nach der Aufnahme Prozedur behandelte. Hier hatte ich nun das Gefühl professionell behandelt zu werden. Großes Blutbild, Infusion usw. ( Didi das wäre was für Dich gewesen). Als die Ergebnisse vorlagen, meinte Sie ich hätte mir einen Virus eingefangen, der mit Medikamenten und Schonkost in 2 Tagen vorbei wäre. In dieser Zeit solle ich mich etwas schonen. Die Behandlung des polnischen Arztes mit Antibiotika fand sie nicht so gut, da es sich um einen Virus handele. Mit meinen Blutwerten und dem Befund in der Tasche fuhr mich Robert wieder zurück nach Alsunga. Unterwegs telefonierte ich noch mit Doc. Sammy, der mir aus 2200 km Entfernung das Diagnose Ergebnis tendenziell bestätigte. Vielen Dank, lieber Sammy. Jetzt bleibe ich noch 1 oder 2 Tage im Hotel und versuche mich mit Schonkost wieder zu stärken.

Bis Bald , Eier Spieli

 

14-06-15

Liepaja- Pavilosta- Alsunga

104 km, Fahrzeit 6:02 h, Durchschn. 17,1 kmh, max. 31,5 kmh, 158 HM, 2457 kcal

Nachdem ich mir gestern beim Touristikoffice noch einen Plan für den R10 besorgt hatte, ging es heute Morgen nach Plan los. Die Richtung stimmte, aber ich sah keine Hinweiszeichen wie in Litauen. Dann im Kiefernwald im weichen Sand war Schluss mit meinem Stahllaster. Nach mehreren Schiebepassagen kam ich dann wieder auf eine halbwegs fahrbare. Doch auch die hörte nach ein paar hundert MeternMetern auf und wurde zu einer offizieller Sprachgebrauch “ Kies gebunden Fahrbahn“. Für mich ist das eine Schotterstrecke. Jetzt fing es noch an zu regnen, also Regenklamotten an und weiter. Dann gelangte ich endlich an die Hauptstrasse und ich habe den R10 für mich persönlich abgehakt. Für die 35 km habe ich 2,5 h gebraucht. Ab jetzt ging es zügig weiter. In Pavilosta nochmal Carbon eingeworfen. Jetzt Sitze ich in einem kleinen Hotel in Alsunga, dass von einem jungen Paar bewirtschaftet wird. Die sind jetzt gegangen, haben mir die Schlüssel und die Telefonnummer gegeben, nach dem Motto wenn was ist, dann rufe an. Ich bin der einzige Gast hier. Die Gegend ist geeignet für Menschen mit einer engen Beziehung zur Natur.

Bis Bald, euer Spieli

13-06-15

Karkle- Palanga- Liepāja

96 km, Fahrzeit: 5:26 h, Durchschn. 17,7 kmh, max.25,5 kmh, 144 HM, 2380 kcal

Heute Nacht hat es heftig geregnet, meine Zeltnachbarn, Mutter mit 2 erwachsenen Kindern, Sie schlief im Freien, bis der Regen aufzog, dann verdrueckte auch Sie sich ins Zelt. Heute morgen war ich müde und stand daher etwas später auf. Als ich dann mit dem Packen fertig war, folgte ich dem Radweg Nr. 10 weiter in Richtung Liepāja. Toller Asphalt durch Kiefernwälder entlang der Küste. Um 12:46 h passierte ich dann die lettische Grenze. Das erste was mir auffiel, der Asphalt wurde loechriger und die Ortschaften lagen weiter auseinander als in Litauen. Gegen Mittag machte ich eine kurze Pause und gönnte mir im Supermarkt am Automaten einen Kaffee und was Süßes. 22 km weiter in Nica gab es dann nochmals Carbonnachschub in Form einer Pizza. Die letzten 22 km bis Liepāja liefen wieder wie am Schnuerchen auf gutem Asphalt. Dort angekommen erkundigte ich mich bei der Touristinfo nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Das von Axel empfohlene Promenadenhotel war leider ausgebucht, aber ich fand in der Nähe noch ein preiswertes Gästehaus mit Frühstück. Jetzt gets zum Futtern und anschließend will ich noch einen Rundgang durch die Stadt machen. Ach und die 2000 km habe ich heute voll gemacht. Darauf gibt es einen Schnaps!

12-06-15

Klaipeda- Kuhrische Nehrung- Karkle

28 km, Fahrzeit: 2:15 h, Durchschn. 12,5 kmh, max. 39 kmh, 145 HM, 370 kcal.

Heute war sightseeing angesagt, der Theaterplatz mit dem Stadttheater und dem Simon- Dach- Brunnen mit dem Denkmal „Aennchen von Tharau“, dann mit der Fähre über gesetzt zur Kurischen Nehrung. Diese Halbinsel mit ihrem breiten Sandstrand zur Ostsee hin und ihrem mit Kiefern bewaldeten Mittelteil bilden einen starken Kontrast zu der in Sichtweite liegenden Hafenstadt Klaipėda mit den Containern, Kränen und vielen Schiffen. Die Kurische Nehrung ist ca. 90 km lang, bis zur russischen Grenze sind es 50 kmkm und sie ist zwischen 400m bis 2 km breit. Der heutige Tag war wie zum Ausruhen geschaffen, strahlend blauer Himmel und fast windstill, ein starker Kontrast zu den letzten Tagen. Dann ging  es mit der Fähre wieder zurück und ich folgte dem Kuestenradweg Nr. 10 in Richtung Palanga. In Karkle fand ich einen gepflegten kleinen Campingplatz, wo ich den Tag ausklingen lasse.

Bis bald, euer Spieli

 

 

11-06-15

Pagegiai- Silute- Klaipėda

94 km, Fahrzeit: 6:11 h, Durchschn. 15,1 kmh, max. 44,5kmh 223 HM, 2658 kcal

Beim Frühstück sah ich schon die Äste sich im Wind biegen! Herrliche Vorzeichen! Nachdem wieder alles sicher auf meinem Stahlross verpackt war, ging es los. Die nächsten 50 km waren sehr anstrengend, Gegenwind von vorne, was kann denn schöner sein, vielleicht ein paar knackige Anstiege? Zwischendurch habe ich immer wieder Stops eingelegt, um Carbon nach zu füllen. Zwischen Silute und Mantvydai fuhr ich auf der Landatrasse ziemlich weit rechts und hatte so 16 kmh auf dem Tacho, als ein LKW mit Auflieger mich ganz knapp über holte. Im Nu wurde ich durch den Sog auf über 30 kmh beschleunigt und lenkte, zum Glück hatte ich beide Hände am Lenker rechts auf den Kiesstreifen. Nachdem ich dem Fahrer einen ziemlich derben Gruss nachschrie, ging es dan mit erhöhter Vorsicht weiter. Durch Klaipeda , 184.000 Einwohner fuhr ich durch und fand in der Altstadt im 2. Hotel, dass ich ansteuerte ein Zimmer für mich und mein Stahlross. Klaipėda liegt aehnlich wie Wuppertal langgestreckt an einer Hauptstraße. Morgen früh will ich dann mit dem Schiff auf die Kurische Nehrung über setzen und dann weiter in Richtung Palanga fahren.

Bis bald, euer Spieli

 

 

10-06-15

Sakiai- Jurbarkas- Pagegiai

91km, Fahrzeit: 5:18 h, Durchschn.17,2 kmh, max. 32,5kmh, 298 HM, 2532 kcal

Das Frühstück war reichhaltig und lecker. Um 10 h war ich dann auf der Strasse. Der Wind hatte gegenüber gestern etwas nachgelassen, deshalb ging es zuegig durch Landwirtschaft geprägte Gegend. Alles kleine Dörfer. Die Strassen waren alle gut fahrbar. Trotz des geringen Verkehrsaufkommen überholen die Litauer an den unmöglichsten Stellen. Angst darf man da als Radler nicht haben, sondern ich fuhr wenn es mir zu brenzlig erschien rechts auf den Schotter streifen, bis die Situation wieder entspannt war. Nach meiner Mittagspause traf ich noch ein Mettmanner Ehepaar, das mit seinem Wohnmobil in Richtung Klaipėda unterwegs war und von dort westlich über Königsberg nach Hause wollte. Rentnerehepaar, 2 x 7 Wochen im Jahr Urlaub mit dem Wohnmobil. Das ist doch eine Perspektive! Gegen Mittag Früchte der Wind wieder auf und ich fand in Pagegiai im Gästehaus der Diakonie ein schönes Zimmer mit Frühstück. Hochwürden begrüßte mich im besten Deutsch, er hatte in Deutschland studiert!

Bis Bald euer Spieli, danke auch Bitzies für den Hotelhinweis ich werde berichten!

09-06-15

Mariampole- Pilviskiaj- Sakiai

61 km, Fahrzeit: 4:12 h, Durchschn.: 14,5 kmh, max. 22 kmh, 116 HM, 1983 kcal

Heute morgen im Supermarkt die notwendigen Lebensmittel eingekauft + neue Batterie für die Polaruhr gekauft und eingesetzt. Die richtige Straße hatte ich schnell gefunden, einmal die Via Baltica über queren. Am Anfang war der Straßenbelag auch noch OK, aber dann kamen 12 km Schotterpiste vom Feinsten. Endlich nach 1,5 h erreichte ich die Landstraße 137 nach Sakiai. Eigentlich wollte ich noch 30 km weiter bis Jurbarkas, aber der Himmel zog sich zu und ich wollte nicht das Risiko eingehen bei Regen weiterzufahren. Der Gegenwind reicht! Kleines Hotel zur Übernachtung gefunden. Das lustige daran, im Erdgeschoss hatte der Besitzer einen Autozubehör Handel und im 1. Stock waren die Hotelzimmer. Auch eine Geschäftsidee!

08-06-15

Suwalki- Ogrodniki- Marijampole (Litauen)

107 km, Fahrzeit: 6:17 h, Durchschn.: 17,1 kmh, max. 38 kmh, 539 HM, 3043 kcal.

Gestern Nacht hörte der Regen auf und der Morgen glänzte wieder mit Sonnenschein. Also fertig gemacht, das Gepäck meinem nicht murrenden Drahtesel aufgeladen und los ging es, genau 500Meter, wo ich erst mal ordentlich fruehstueckte. Ich hatte gestern wegen des Regens keine Lebensmittel mehr eingekauft. Danach ging es von meiner Seite zügig bis Ogrodniki, unterbrochen von sehr vielen Baustellen. Kurz vor der Grenze zu Litauen versetzte ich meine letzten Zlotty in was essbares und dann ging es über die Grenze nach Litauen. Was mir zuerst auffiel, waren die wesentlich breiteren Strassen, als in Polen, die in einem sehr guten Zustand sind und der geringere Autoverkehr. Da ich jetzt nordwestlich fuhr und der Wind aus dieser Richtung blies, war ich schön am Kurbeln. Die Strassen waten dem Gelände angepasst, ich rollte immer rauf und runter. Die Landschaft aenderte sich, der Wald wich einer offenen Felslandschaft. Freier Blick soweit das Auge reicht, aber auch freie Bahn für den Wind. In Kaivarija, 19 km vor Marijampole, meinem heute angestrebten Ziel, war Carboloading angesagt. Und ich trank nach langer Abstinenz meinen ersten Cappuccino mit 2 Tütchen Zucker. Was ein göttliches Getränk!!! Das letzte Stück legte ich gut gestärkt zurück und erreichte Marijampole. Heute wollte ich mir mal ein Hotel mit echtem Bett gönnen. Doch ich hatte nicht mit dem 4 tätigen Kongress über die bilateralen Beziehungen zwischen Weißrussland und Litauen gerechnet. Ein freundlicher Hotelier, der sehr gut deutsch sprach, dessen Haus aber leider ausgebucht war, klemmte sich für mich ans Telefon und rief einige Hotels an, bis er mir Freude strahlend das Hotel Luna nannte, die noch ein Zimmer frei hatten. Er beschrieb mir noch den Weg und ich fand das Business- Hotel auf Anhieb. Tolles Hotel mit Frühstück für 37€. Dieses Hotel kommt in meine Liste der guten Hotels für eventuelle Wiederholungstaten.

Gute Nacht, euer Spieli

07-06-15

Mikolajki- Olecko- Suwalki

122 km, Fahrzeit: 6:21 h, Durchschn. 19,1 kmh, max. 44 kmh, 597 HM, 3321 kcal.

Heute lief es richtig rund, glatte Straßen ohne Schlaglöcher. An vielen grossen und kleinen Seen mit jeder Art von Wassersportmöglichkeiten fuhr ich vorbei, aber auch naturbelassene Reservate. Dann wechselte die Landschaft wieder zu grossen, zusammenhängenden Wäldern, weiten Wiesenflächen, unterbrochen von einigen landwirtschaftlich genutzten Feldern. Ab und zu mal wieder ein paar abgestorbene Birken, ein untrügliches Signal für ein Sumpfgebiet. Gegen Mittag zogen sich die Wolken immer mehr zu und als ich auf dem Campingplatz in Suwalki ankam, fing es an zu regnen. Also schnell im Regen das Zelt aufgebaut und die Packtaschen ins Trockene bugsiert. Dann sprach ich mit 4 finnischen Familien, die mit ihren Wohnmobile nach Kroatien wollten und hier Zwischenstop eingelegt hatten. Als sie hörten, dass ich nach Finnland wollte, musste ich meine Landkarte holen und jeder gab mir Tips für interessante Orte, die ich unbedingt besuchen müsste. Dann würde die Zeit aber sehr knapp. Also bleibe ich bei meiner geplanten Route. Schnell geduscht und noch eine große Pizza verdruecktverdrueckt, Sitze ich jetzt im Zelt, der Regen prasselt aufs Dach und ich schreibe dies gerade.

Bis bald euer Spieli

 06-06-15
Erholungstag in Masuren! Heute war eine Segelregatta in Mikolajki angesagt. Die wollte ich mir als ehemaliger Segler ansehen. Einige der Teilnehmer blieben beim Ablegen vom Steg mit ihren Jollen bereits in der Uferpromenade hängen und mussten dann von Passanten auf den richtigen Weg geschoben werden. Der Wind hatte kräftig aufgefrischt, schöne Regatta. Anschließend fuhr ich mit dem Rad zum J. Luknajno, ein Bioreservat, wo eine grosse Zahl von Hoeckerschwaenen heimisch ist. Die sah ich aber nur weit draussen auf dem See.

Und noch was in eigener Sache

Wenn einer von euch mal in der Nähe oestlich von Berlin mal Urlaub machen möchte oder geschäftlich ein nettes Hotel sucht, dem können wir das Strandhotel in Buckow empfehlen. Liegt direkt am See, Wellness, gutes Essen, schöne Zimmer und ein hervorragender Service. Wir haben es ausprobiert und fanden es super!!!!

05-06-15

Olsztyn- Dzwierzuty- Mikolajki

101 km, Fahrzeit: 5:54 h, Durchschn. 17 kmh, max. 55,5 kmh, 745 HM, 3035 kcal,

Der Start vom Campingplatz verzögerte sich heute etwas. Die Franzosen sprachen noch mit mir. Als ich endlich losfahren wollte, sprach mich noch ein deutsches Ehepaar aus der Eifel an, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind. Dann schaute ich mir noch kurz die Olsztyner Altstadt an. Die Ausfallstraße mach Klebark Maly fand ich erstaunlich schnell. Am Anfang hatte ich ja noch die Hoffnung die Löcher und Risse im Asphalt würden irgendwann mal aufhören, aber weit gefehlt! Der Straßenbelag blieb bis 8km vor Mikolajki so. Durch nicht endende Wälder und riesige zusammenhängende Wiesenlandschaft en führte heute mein Weg. Dann ab und zu mal ein Getreidefeld und in der Ferne knattert ein Trecker und maehte Gras. 6 km vor Mikolajki über holte mich ein ziemlich deutsch aussehender Mann auf einem Trekkingbike ohne Gepäck. Das ging ja gar nicht! An der nächsten Abfahrt zog ich an ihm vorbei und vergrößerte den Vorsprung bis zum Ortsschild von Mikolajki. Dieser erste von mir gewonnene Ortssschildsprint in Polen wird noch Geschichte schreiben. Jedenfalls wartete ich am Ortsschild auf ihn und es stellte sich heraus, dass es tatsaechlich ein Deutscher aus Bochum war, der mit seinen 3 Freunden, die dann auch nach und nach auf dem Rad mit heraus hängender Zunge eintrafen. Sie waren zum wiederholten Male hier und verbrachten ihren Urlaub. Wir verabschiedeten uns und ich fuhr auf den naheliegenden Campingplatz mit Blick auf den Spirdingsee. Meine Nachbarn sind Fürther und der Rest der Wohnmobile kommt auch aus Deutschland. Morgen werde ich mir den Ort und die nähere Umgebung in Masuren ansehen. Als ich eben im Restaurant noch etwas gegessen habe, grillten in einer angrenzenden Hütte vielleicht 30 Polen ein ganzes Schwein am Spieße und sangen lustig dazu.

Bis Bald, euer Spieli

 

 

04-06-15

Dzierzgon- Morag- Olsztyn

94 km, Fahrzeit: 5:16 h, Durchschn. 17,7 kmh, max. 42 kmh, 632 HM, 2559 kcal.

Das Weißbrot und der Käse, die ich mir gestern abend für das heutige Frühstück gekauft hatte, waren nicht der Burner! Dann ging ich auf die Strecke. Ueberall waren die Menschen noch damit beschäftigt, die letzten Vorbereitungen für die Fronleichnamsprozession zu erledigen. Die Strecke war heute sehr wellig, keine grossen Höhen, aber ich fand nicht so richtig meinen Rhythmus. Hinter Zalewo nahm ich in einem netten Hotel mein 2. Frühstück ein. Das volle Programm für 15 Zl. , da kann man nicht meckern. In Morag nahm ich dann ungewollt an der Fronleichnamsprozession teil. Die Menschen hier sind noch stark emotional damit verbunden, so wie ich das aus meiner Kindheit noch in Erinnerung habe. Nachdem die Prozession weiterzog fuhr ich dann auch in Richtung Olsztyn weiter. In Lukta, 26 km vor Olsztyn kehrte ich wegen knurrenden Magens in einer Konditorei ein, die bei Sonnenschein Hoch betrieb im Biergarten hatten. Dort kam ich mit einem jungen polnischen Ehepaar ins Gespräch, die gut englisch sprachen. Der !ann war begeisteter Mountainbiker und wollte nähere Details über meine Tour wissen. Kurz darauf gesellte sich noch ein französisches Fernreiseradler Ehepaar zu uns. Sie waren von Südfrankreich, die Schweiz, Deutschland, Tschechien, Polen gefahren und wollten bis Estland und von dort aus mit dem Schiff bis Hamburg und weiter nach Hause. Das polnische Ehepaar lud uns 3 zu sich nach Hause ein und gab uns die Telefonnummer, sollten wir Hilfe benötigen. Toll, aber wir wollten alle 3 weiter und so bedankten wir uns für die Einladung und fuhren getrennt los. In Olsztyn fand ich einen schönen Campingplatz direkt am See, mit angeschlossenem Restaurant und Wifi. Das erleichterte meine Entscheidung hier zu uebernachten. Ich baute mein Zelt auf und in dem Moment tauchte aus das französische Ehepaar auf, das ich in Lukta kennengelernt hatte. Auch sie hatten keine festen Ziele, sondern uebernachten dort wo es ihnen gefiel.

So das wars für heute, gute Nacht, Spieli

03-06-15

Danzig- Malbork- Dzierzgon

92 km, Fahrzeit: 5 h, Durchschn.: 18 kmh, ma. 43 kmh, 342 HM, 2400 Kcal.

Susi heute früh zu! Zug nach Berlin gebracht. Heute trennten wir uns nach über 14- tägiger gemeinsamer Erlebnisreise. Der Abschied fiel uns beiden schwer. Susi hatte nur das Fahrrad, 1 Packtasche und einen kleinen Tagesrucksack, also alles ueberschaubar für 2 Personen. Pünktlich waren wir auch. Als der Zug eingerollt war, stiegen vor Susanne 10 Jugendliche schwer bepacktein. Als ich zum Schluss das Fahrrad in das Abteil stellen wollte, hatten die Kidis ihre Gepäckstücke mitten in den Raum gestellt, sodass ein Durchkommen mit dem Rad erst nach Beseitigung einiger Packstuecke möglich war. In diesem, als ich noch damit beschäftigt war, fuhr der Zug los und ich als blinder Passagier mit! Dann raunzten wir erst mal verärgert die Teenies an, sie sollten doch ihr Gepäck aus dem Fahrradabteil wegraeumen. Murrend taten sie es dann, der dazugehörende Lehrer hatte es wohl nicht so mit dem Überblick. Zum Glück hielt der Zug 30 km später in Tczew, wo ich aber so was von schnell ausstieg, mir eine Fahrkarte nach Danzig kaufte und mit dem nächsten Zug zurueckfuhr. Die ganze Aktion hatte mich 1 Stunde gekostet. Im Hotel angekommen fruehstueckte ich schnell, packte und fuhr gegen 11:30 h los. Leider war das Herauskommen aus Danzig nicht so einfach. Aber nach vielem Fragen fand ich dann den Weg nach Malbork. Dort angekommen, war die riesige Marienburg die Sensation. Sie gilt als größter Backsteinbau Europas. Ende des 13. Jahrhunderts errichtet, war sie bis 1457 das Machtzentrum des Deutschen Ordens. Im 2. Weltkrieg wurden einige Gebäude zerstört. Zeitgenössische SW- Aufnahmen vor der Burg dokumentieren dies. Nach umfassender Rekonstruktion wurde sie in die UNESCO- Liste als Weltkulturerbe aufgenommen. Aber dann wollte ich doch noch ein Stück weiter. Zu viele Touristen wurden hier mit Bussen aus aller Welt angekarrt. Im 30 km entfernten Dzierzgon fand ich dann ein Zimmer im Kulturhaus für 80 Zl.

 

 

02-06-15

Ich hatte mich nach einer Fahrradwerkstatt erkundigt und dort fuhren wir auch als erstes hin. Ich wollte mein Rad durchchecken lassen. Obwohl die Mechaniker viel zu tun hatten, nahmen sie mich gleich dran und checkten alles durch. Alles OK! Danach wechselten wir den Tacho vom Vorbau auf das Oberrohr und das E- Werk setzten wir auf den Vorbau und oh Wunder, der Tacho zeigte endlich richtige Werte an. Mal sehen, ob das so anhält. Wenn jemand mal in Danzig eine gute Fahrradwerkstatt sucht, dann kann ich Sklepy Rowerowe, ul. Grunwaldzka 135 a, 80-264 Gdansk nur empfehlen.

01-06-15

Heute lernten wir das polnische Gesundheitswesen kennen. Montezumas Hand hatte mich immer noch fest im Griff. Ein netter, polnischer Arzt, der ausgezeichnet Englisch sprach, verschrieb mir nach eingehender Untersuchung das volle Programm: Antibiotika und Co. Er wünschte mir noch viel Glück auf meiner weiteren Reise und wenig aerztliche Konsultationen.

 

31-05-15

Morgens nach dem Frühstück gingen wir bei herrlichem Sonnenschein an den Strand und sonnten uns. Anschließend fuhren wir mit der Tram in die Danziger Altstadt. Wunderbare alte Haeuser, die größtenteils im 2. Weltkrieg zerstört wurden und mit viel Liebe zum Detail wieder aufgebaut wurden. Neben den vielen Kirchen und Museen gab es auch etwas ganz schlimmes: BERNSTEINSCHMUCK! Plötzlich entdeckte Susanne ihre Liebe zu Amber. Ein Schmuck Geschäft nach dem anderen wurde erobert, bis Susi fündig wurde. Ich trabte natürlich ueberall mit.

 

Nach 50 Jahren Arbeit und in nun wohlverdientem Ruhestand, erfülle ich mir meinen lang gehegten Traum:

“ Einmal mit dem Fahrrad zum Nordkapp … hin – und zurück“

Als Jugendlicher wollte ich schon immer in fremde Länder, natürlich keine Pauschalreisen, sondern immer auf eigene Faust. Mit 16 Jahren trampte ich zum 1. Mal nach Marokko, zum Leidwesen meiner Eltern, die erst nach gut überstandener Reise davon erfuhren.

Kaum erwachsen musste der 1. VW-Bus her, den ich zum wüstentauglichen Geländewagen umbaute und damit die Sahara zweimal in Nord- Süd -Richtung durchquerte. Anschließend folgten nur noch kleinere Touren, bis mich das Fahrradfieber packte. Ich tourte mit meiner Frau Susanne von Wuppertal zum Bodensee, nach Paris und San Sebastian im Baskenland.

Die Reiselust hatte mich wieder gepackt.

Die Vorbereitung auf die Nordkapptour begann vor ca. 2 Jahren mit Bücherlesen, Routen ausarbeiten und wieder verwerfen und neue planen.

Bei der Zusammenstellung meines Reiserades verhielt ich mich konservativ und wählte einen Stahlrahmen der Firma Velotraum, den kann man zur Not schweißen!

Die Montage des Reiserades erfolgte zusammen mit dem besten Radschrauber  der Welt, meinem lieben Freund Didi. ( Didi, hab Dank für Deine Geduld und die vielen nützlichen Anleitungen.)

In den letzten Tagen und Wochen wurde noch viel Kleinzeug besorgt um die Reise optimal zu gestalten.

Morgen nun, am 15-05-2015 starte ich von Wuppertal aus, nach einem kräftigen Frühstück mit Susanne, die ich am Dienstag in Buckow bei Berlin treffen werde.

Von dort aus fahren wir gemeinsam durch Polen nach Danzig. Da Susanne vom Rentenalter noch etwas entfernt ist, reist Sie von Danzig per Bahn zurück, um sich wieder in die Arbeit zu stürzen.

Ich radle dann alleine weiter über Masuren, die baltischen Staaten bis Tallin. Dort setze ich mit der Fähre nach Helsinki über. Anschließend geht es in Finnland an der russischen Grenze entlang bis zum Nordkapp, meinem Reiseziel.

Zurück will ich an der norwegischen Küste entlangradeln, über die Lofoten nach Oslo, dann weiter nach Stockholm und schließlich nach Ystad. Wallanderfreunde kennen diesen Ort. Vielleicht begegne ich dem literarischen Kommissar.

Über Dänemark führt die Reise dann wieder zum Ausgangspunkt Wuppertal zurück, das ich, wenn alles normal verläuft Mitte September 2015 wieder erreichen werde. Die Gesamtstrecke beträgt ca. 10.000 Km (geplant…mal sehen wie viele es wirklich werden)

An dieser Stelle nochmals vielen Dank, liebe Susanne, dass Du mich 4 Monate meinen Traum verwirklichen lässt.

Leider konnte ich mich nicht von allen Freunden und Bekannten vor meiner Tour persönlich verabschieden, was ich hiermit nachholen möchte. bye bye

Bis die Tage

Euer Spieli

15-05-2015

Start 09:38 h, mit 38- minuetiger Verspätung. Sambatrasse, Nordbahntrasse, Hasslinghauser Trasse, dort begleitete mich Werner, ein ebenso jung gebliebener Radfahrer bis Witten. Werner, vielen Dank für die tolle Führung. In Dortmund habe ich mich total verfahren, ja wer keinen Garmin dabei hat…In Luenen dann auf den Datteln- Hamm- Kanal bis Hamm. Hier löste sich die erste Schraube des Gepäckträger, die hatte ich vergessen mit Loctite zu sichern. Das holte ich dann vor Ort sofort nach. Kurz vor Beckum, fragte ich auf dem Bauernhof der Familie Steinhoff nach, ob ich auf ihrer Wiese zelten duerfte. Das durfte ich und wurde gleich zum Abendbrot und zum Frühstück am nächsten Morgen eingeladen. Eine liebenswerte Familie. Vielen Dank nochmals. Die Karte vom Nordkap kommt!

Fahrzeit: 07:48 h, 120 km,  Duchschn.: 17km/h, max. 39 km/h, 5050 kcal.

16-05-2015

Nach dem Frühstück mit Steinhoff ging es um 09:40h los. Mit dem Zeltabbau und packen dauert es noch zu lange. Das muss in Zukunft schneller gehen. Leider fiel der Tacho nach 3 km aus,also in Zukunft nur noch geschätzte Km- Angaben. hinter Beckum fing es an zu regnen. Rheda- Wiedenbrück- Lage- Lemgo- Barntrup. Leider keine Pension aufzutreiben. Also quartierte ich mich auf dem Campingplatz ein. Zelt schnell im Regen aufgebaut, geduscht, anschließend noch eine extra große Pizza verrückt und dann in den Schlafsack rein. Dann noch kurz Tagebucheintraege aufgeschrieben und dann schlief ich ein.

Fahrzeit: 07:00h, 100 km, 3377 kcal.

17-05-2015

Heute bin ich spät aufgestanden. Das Wetter hat sich gebessert und die Sonne schien wieder vom blankgeputzten Himmel. Heute kam ich erst gegen 10:40h, nach reichhaltigem Frühstück in der Morgensonne los. Ich hätte den ganzen Tag in der Sonne sitzen können! An der nächsten Tankstelle pumpte ich die Reifen wieder auf 5Bar und dann ging es weiter nach Hameln, Hildesheim, bis kurz vor Braunschweig, wo ich mir bei Vera ein Fremdenzimmer gönnte. Ich will endlich wieder mal in einem Bett schlafen. Im Nachbarort noch Kohlenhydrat reingeschaufelt um das Defizit wieder auszugleichen.

Fahrzeit: 06:10h,  120 km, 2831 kcal.

18-05-2015

Sehr gut geschlafen. Nach reichhaltigem Frühstück ging es um 09:15h weiter. In Braunschweig ging ich in ein Fahrradgeschäft und liess mir einige Speichen am Hinterrad nach spannen, der Meister machte dies ohne Einstellgeraet. Er prüfte die wichtigsten Teile des Rades durch und nickte zufrieden. Alles OK. die Route führte mich weiter an der B1 entlang bis Helmstedt, dem ehemaligen Grenzübergang zur DDR. Hier endete auch der parallel zur B1 führende Radweg. Ich suchte, fand aber keinen Radweg mehr in Richtung Magdeburg. Wo ist unser Soli eingeflossen. Zumindest nicht in vernünftige Radwege. Also fuhr ich unter erhöhter Konzentration auf der B1 weiter. Ein polnischer LKW nach dem andern über holte mich. Zum Glück hatte ich einen Rückspiegel am Lenker befestigt. Ein Blick in den Rückspiegel und ein Blick voraus. So erreichte ich Magdeburg. Nach einem Telefonat mit meinem Schätzchen, entschlossen wir uns, dass mich Susanne schon in Burg bei Magdeburg auf gabelt und mit dem Auto nach Buckow bringt, wo Sie bereits ein Hotel für uns gebucht hatte. So hatten wir einen Tag länger für uns und ich einen Regenerationstag.

Braunschweig- Koenigslutter- Helmstedt- Magdeburg- Burg.

Fahrzeit: 06:53h, 121 km, Durchschn. 17,6 km/h, max. 43,5kmh, 3918 kcal, der Tacho funktionierte heute wieder.

Bis die Tage

Euer Spieli

19-05-2015

Toller Regenerationstag im Buckower Strandhotel.

20-05-2015

Gemeinsam mit Susanne ging es heute von Buckow aus, auf dem Europaradweg 1 in Richtung Danzig los. Wir hatten als Tagestouren so um die 60 km geplant, vielmehr ich hatte das vorgeschlagen und Susanne hat dem mehr oder weniger zugestimmt. Obwohl Susanne aus beruflichen Gründen wenig Zeit für die Trainingsvorbereitung hatte, hielt Sie sich erstaunlich gut auf dem Rad. Von Buckow ging es über Oberstdorf nach Neuhardenberg, Platkow, wo wir in einer Fleischerei Kaffee tranken und leckere Bratkartoffeln assen. Über Letschin durch den Oderbruch an der Oder entlang bis Kuestrin- Kietz. Die schönste Strecke führte auf dem Oderdeich entlang. Über eine Stunde begegnete uns kein Auto, nur ein ebenfalls bepackter Radfahrer, der in Richtung Ostsee fuhr. Der Oderbruch ist eine naturbelassene Auenlandschaft, mit Hasen, Füchsen und vielen Vogelarten. Auch viele bewohnte Storchennester sahen wir. Die Storcheneltern waren emsig damit beschäftigt Futter für den Nachwuchs zu suchen. Am Fischereihof an der Festung haetten wir zelten oder in der angeschlossenen Pension uebernachten könne. Meine Frau entschied sich für die Pension. Jetzt sitzen wir im Garten bei Kaffee und Kuchen und freuen uns auf den frisch geräucherten Fisch zum Abendessen.

Buckow- Kuestrin Kietz 59km, Fahrzeit: 03:40h, Durchschn.: 16kmh, max. 34 kmh, 1337 kcal.

Liebe Gruesse von Susanne + Spieli

21-05-15

Kuestrin- Kietz – Osno Lubuskie- Sulecin- Lubniewice

67 km, Fahrzeit: 04:26h, Durchschn. 15,1kmh, max. 47kmh, 357 HM, 1740 kcal.

Nach einem leckeren Frühstück um 08:00 h bei strahlendem Sonnenschein kam bei uns beiden so richtige Urlaubsstimmung auf und wir hätten noch einige Tage hier bleiben können, aber wir wollten ja nach Danzig und Susie Rueckfahrkarte am 3-6-15 hatten wir bereits gebucht. Also noch 2 km bis zur polnischen Grenze, schnell noch Geld gewechselt und dann ging es weiter auf dem R1. Zuerst verlief det sehr eben und führte am Nationalpark Warthemuendung entlang. Doch sobald wir von der 22 abbogen, wurde es in Richtung Osno Lubuskie sehr wellig. Susi fluchte wie ein Rohrspatz über die Berge, denn die sind nicht Ihr Ding. Selbst die daraufhin folgenden Abfahrten konnten nicht entschädigen. In Osno Lubuskie hielten wir Mittagsrast. Nach 1 Stunde Aufenthalt ging es dann weiter nach Sulecin, wo wir doch tatsächlich einen cappuccino mit geschaeumter Milch bekamen. Dann nahmen wir das letzte Stück unserer heutigen Etappe unter die Reifen und gelangten gegen 17:00h in Lubniewice an. Dort suchten wir eine Pension, fanden aber keine. Zwei junge Mädels, dir wir fragten empfahlen uns das Erholungszentrum Strilon. Hier mieteten wir für eine Nacht ein Ferienhaus mitten im Wald an einem schönen See gelegen. Einziges Manko, war der nicht eingeschaltete Warmwasser boiler. Aber wer zum Nordkap will, kann auch kalt duschen. Meine Frau war auch ueberraschend schnell mit dem Duschen fertig. Dann assen wir noch zu Abend und drehten noch eine Runde am See entlang. Viele Schüler waren mit ihren Lehrern im Rahmen der grünen Woche ( Klassenfahrt) hier. Mit einem Herren in meinem Alter, der gut Deutsch sprach, kamen wir ins Gespräch. Er bot Segelkurse für die Schüler an. Dann erzählte er von seinem Großvater, der nach dem 1. Weltkrieg die Partisanen unterstützte. Nach dem polnischen Ueberfall der Deutschen, wurde er von den nachrückenden SS- Leuten verhaftet und nach Auschwitz transportiert, wo er nach 6Monaten in der Gaskammer starb. Wir sprachen noch lange über dieses Ereignis. Zeitzeugen eben! Wir gingen dann sehr nachdenklich in unser Schlafquartier. Susi fror und und packte deshalb ihren dicken Schlafsack ( Komforttemperatur -4 Celsius) aus und schlief darin. Ja so verschieden ist das Temperaturempfinden.

22-05-2015

Lubniewice- Miedzyrzecz- Miedzychod, 71 km, Fahrzeit: 4:43h, Durchschn. 15 kmh, max. 40 kmh, 361 HM., 1480 kcal.

Pünktlich um 8:00 h frühstücken wir und brachen um 10:11h bei herrlichem Sonnenschein und früh sommerlichen Temperaturen auf. Wir folgten wieder dem R1, der heute nicht so viele Steigungen aufwies wie gestern. Kurz vor Policko, wir so um die 2Stunden unterwegs, machten wir Rast und assen unsere selbst geschmierten Stullen, die aufgrund ihrer Dicke zur Maulsperre führen konnten. Danach legten wir uns ins Grass und ruhten eine Weile aus. Weiter ging es dann über Pszczew in Richtung Miedzychod (Birnbaum). Hier ueberquerten wir die Schnellstraße 24 und führen wir auf einem Sandweg weiter, da uns die 24 für die Weiterfahrt zu gefährlich war. 1,5 km waren nicht befahrbar, sodass hier schieben angesagt war. Dann kamen wir in Miedzychod an. Direkt am See, nicht zu über sehen erreichten wir dann unser heutiges Nachtquartier, das Hotel Neptun, mit Blick auf den See. Susi hat heute ihr auf dieser Reise längstes Etmal von 71 km geschafft. Tolle Leistung! Jetzt sitzen wir auf der Terrasse und Genüssen, ja was wohl, 2 Cappuccino.

Bis bald Susanne + Spieli

23-04-15

Miedzychod- Drezdenko- Krzyz- Nowe Dwory

70 km, Fahrzeit: 4,00 h, Durchschn.: 17,6 kmh, max. 32 kmh, 1250 kcal.

Kurz nach 10:00 h brachen wir nach reichhaltigem Frühstück auf. Die Sonne legte heute eine kurze Pause ein und schob einige Wolken vor. Trotzdem liess es sich bei 22 Grad angenehm radeln. Die im Reiseführer beschriebene 23 km lange Moerderstrecke bis Drezdenko erwies sich dann aufgrund des Samstagverkehrs doch nicht so gefährlich wie beschrieben. Gut in Drezdenko angekommen, stärkten wir uns während einer kurzen Rast mit Cappu und Kuchen. Dann ging es weiter bis Krzyz, wo wir kurz vorher unsere verspaetete MIttagspause nach holten. Danach besorgten wir in einem Sklep ( Tante- Emma- Laden, gibt es in jedem Dorf) noch Brot und Wasser. Ja wir sind bescheiden geworden, denn heute Nacht wollten wir zelten, da es offiziell keine Übernachtungsmöglichkeiten gab. In Nowe Dwory sah ich aus den Augenwinkel ein Schild Agritorysmo und bremste. Susi war vor mir! Wir steuerten auf das Haus zu. Natürlich sprach keiner Deutsch oder Englisch, aber die beherzte Frau verstand sofort was wir wollten, holte ihren Schlüssel und zeigte uns ein Touristenzimmer. Susi war besonders begeistert, konnte Sie doch in einem richtigen Bett schlafen und musste nicht auf der dünnen Thermomatte liegen. Die Frau ignorierte einfach, dass wir kein polnisch verstand und redete munter drauf los. Hinterher brachte sie uns noch 4 Stück selbst gebackenen Kuchen. Als ihr Mann vom Treckerfahren nach Hause kam, begrüßte auch er uns sehr freundlich, fragte wo wir herkommen und hin wollen und zeigte mir dann seine private Fahrradwerkstatt mit 2 Flaschenzügen, wo ich unsere Räder unterstellte. Wir fischten, machten uns einen Kaffee, assen den Kuchen, besprachen die heutige Tour + planten morgen bis Lila zu fahren. Nach dem Abendbrot fielen wir beide müde ins Bett.

24-05-15

Nowe Dwory- Trzcianka- Pila- Miasteczko Krajenskie

77 km, Fahrzeit: 04:44 h, Durchschn. 16,2 kmh, max. 44kmh, 261 HM. , 1572 kcal

Nach selbst gemachten Frühstück Müsli, mit Milchpulver und heissem Wasser, klumpt zwar etwas, schmeckt aber mangels Frischmilch gut. Wieder blauer Himmel mit Sonnenschein, so wie es sich für Pfingstsonntag gehört. In Trzcianka 2. Frühstück in einer Eisdiele gehalten, dann ging es weiter nach Pila. Am Stadtrand legten wir unsere Mittagspause + Siesta ein. Obwohl wir heute nur bis Pila fahren wollten, aber es lief so gut und Pila war nicht so aufregend, dass wir beschlossen weiter zu fahren. Aber der letzte Abschnitt zeigte sich dann doch als eine Herausforderung an. Ein Schlagloch neben dem Anderen, anschließend noch eine Wasser gebundene Fahrbahn mit viel Sand, auf der Susi besonders Mühe hatte, da sie mit 2 Gepaecktaschen sehr hecklastig war und das Vorderrad immer abzurutschen drohte. Aber dann schafften wir es doch noch bis Miasteczko – Krajenskie ins Pensjonata Stara Mleczarnia. Der Inhaber dieser Pension lebte mit seiner Frau 14 Jahre in Lübeck und ist jetzt in seine Heimat zurückgekehrt und hat diese Pension uebernommen. Beide sprechen sehr gut Deutsch und bemühen sich sehr um ihre Gäste. Man kann hier auch zelten. Schöne Lage mit sanitären Einrichtungen. Wir unterhielten uns noch über die polnischen Präsidentenwahl, die heute stattfindet. Mal sehen wer gewonnen hat.

25-05-2015

Miasteczko- Krajenskie – Osiek- nad Notecia- Mrocza

60 Km, Fahrzeit: 03:44 h, 277 HM., Durchschn.: 16,2 kmh, max.45 kmh, 1501 kcal.

Heute morgen beim Frühstück erfuhren wir von unserem Vermieter, dass Duda mit 52% die Wahl gewonnen hat. Laut seiner Meinung bedeute dies einen Rückschritt für Polen, da er Duda in die nationalistische Ecke stellt. Extreme waren noch nie gut für die Internationalisierung eines Staates. Lassen wir uns über raschen! Um 09:30 los gefahren und machten in Osiek n.N. unsere gewohnte Kaffeepause. Det Himmel war leicht bedeckt, die Temperatur kletterte im Laufe des Tages auf 28Grad, später bei stärkerer Bewölkung auf 22 Grad, aber sehr angenehm zu fahren. Ein Dorf gleicht dem Anderen. Die Menschen sind sehr freundlich, wenige sprechen Englisch oder Deutsch, aber wir finden immer eine Möglichkeit uns zu verständigen. Die Dörfer sind alle sehr aufgeräumt und sauber, also keine polnische Wirtschaft. Allerdings sieht es in den Städten, durch die wir kamen anders aus. Teilweise ist die Bausubstanz sehr marode und wir hatten den Eindruck, dass es nicht gepflegt ist wie es hätte sein müssen. Aber dass ist unsere subjektive Einstellung. Den polnischen Autofahrern ein großes Kompliment von uns. Sie fahren sehr rücksichtsvoll an uns Radlern vorbei.!!! Heute haben wir nur eine kurze Tour geplant und landen nach 60 km in Mrocza und uebernachten dort im Olympia Sportzentrum in einem gemütlichen 2- Bettzimmer mit Abendbrot und Frühstück.

Bis Bald von Susi und Spieli

26-05-15

Mrocza- Koronowo- Jania Gora- Chelmno

91 km, Fahrzeit: 5:33 h, Durchschn.: 16,3 kmh, max. 65,5kmh, 341 HM, 1879 kcal.

Um 09:30 h ging es los, noch kurz an der Tankstelle die Reifen aufgepumpt und dann ab in Richtung Koronowo. Dort kurze Pause bei Cappo und Kuchen. Dann fuhren wir weiter bis Jana Gora. Es war 13:30 h und wir hatten bereits 50 km auf der Uhr. Der Routenfuehrer beschrieb die nun folgende Strecke Strasse mit brüchigem Asphalt und teilweise nur einseitig befahrbar. Also genau das richtige für unsere bereits maltraetierten Hinterteil. Wir über legten, ob wir im1,5 km entfernten Swiekatowo uebernachten sollten, um morgen früh die Strecke in Angriff zu nehmen. Susi meinte bei ihr läuft alles gut und so machten wir uns auf den Weg. Zu unserem Erstaunen war der brüchige Asphalt frisch geteert und glatt wie ein Kinderpopo. Außerdem beschleunigte der Rückenwind unsere Fahrt. Ja, man muss auch mal Glück haben. Wir legten unterwegs noch eine kurze Mittagspause ein und erreichten um 17:00h Chelmno. Leider war das Hotel, das wir gerne gehabt hätten schon ausgebucht, aber mit dem Hotel Centralny waren wir auch nicht schlecht bedient. Das war Susis längste Strecke auf dieser Tour. Mein Respekt für diese Leistung!! Dann noch kurz die Stadt angesehen und nach 3 Tagen endlich mal wieder was Warmes gegessen. Jetzt geht es ab ins Bett. Gute Nacht

Susi + Spieli

Viele Gruesse an die Mittwochsschwimmgruppe, besonders fuer die Bahn 6 Horst, Susanne, Haucke usw.

27-05-15

Chelmno- Grudziadz- Grabowo

73 km, Fahrzeit: 4:31 h, Durchschn. 16 kmh, max.38 km, 244 HM, 1388 kcal.

Frühstück  im Hotel war gut. Wir fuhren nochmals in die Chelmnoer Altstadt, sahen uns die Culmer Elle, ein Längenmaße aus dem Mittelalter von 4,35 m an. Dann ging es weiterweiter. Plötzlich ein Schleifen am Hinterrad. FAS Schutzblech hatte sich verbogen. Also Gepäck runter, Schutzbleche wieder bei gebogen. Gepäck wieder aufgeladen. Mit 20 minuetiger Verspätung ging es dann weiter. Unterwegs trafen wir die die 4 Franzosen aus Genf, die wir gestern schon unterwegs kennenlernen. Die fuhren die Originalroute des R1 von Frankreich über Belgien, Holland, Deutschland. Ihr Ziel war St. Petersburg. Bis jetzt hatten sie schon 3500 km auf dem Tacho. Der R 1 führt in Grudziadz an den alten Wehrspeicher entlang. Immer natürlich die Weichsel im Blickfeld. Die Festung Grudziadz( Graudenz) wurde im 2. Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht zur Festung erklärt und nachdem die sowjetische Armee vorrückte, von dieser dem Erdboden gleichgemacht. Der R1 führt in einem kleinen Wäldchen direkt daran vorbei. Einige Mauerreste sieht man noch. Der Rest wird von der Natur über wuchert. Nach heftigem Gegenwind  erreichten wir gegen 18 h Grabowo unser heutiges Ziel und fanden auf Anhieb die im Reiseführer beschriebene Agrarturystyka Zielony- Ogrod. Ein DZ mit Bad war noch frei und wir erhielten ein typisch polnisches Abendessen mit Kohl + Paprika.

28-05-15

Zwangseingeschobener Ruhetag, da mich ein Virus befallen hatte. Den ganzen Tag schlafen tat gut.

29-05-15

Grabowo- Kwidzyn- Gniew- Starogard Gdanski

65 km, Fahrzeit: 4:25 h, Durchschn. 14,6 km, max. 43 kmh, 411 HM., 1963 kcal

Die liebenswerten Gastgeber tischten alles auf, was die polnische Küche bergab, auch selbst gemachte Würste. In Kwidzyn sahen wir uns die Burganlage an, von der 2 Flügel, 2 Ecktürme und die Toilettenanlage über fließendem Wasser uebriggeblien sind. In der Apotheke besorgte mir Susanne noch Medikamente und nach einer kurzen Pause ging es weiter nach Gniew. Auch hier wieder eine Ordensburg. Gegen 17:30 h erreichten wir unser heutiges Ziel Starogard Gdanski. Das Hotel war schnell gefunden. Super Hotel mit Sauna + Schwimmbad. Wir waren beide zu müde, um davon Gebrauch zu machen. Von hier aus sind es noch 50 km bis Gdansk.

30-05-15

Starogard Gdanki- Gdansk

58 km, Fahrzeit: 3:35 h, Durchschn. 16,2 km, max.37 kmh, 293 HM., 1359 kcal.

Der Wetterbericht hatte zwar Regen für heute vorausgesagt, das wäre der 1. Tag auf unserer gemeinsamen Reise gewesen. Die Wolken sahen ziemlich düster aus und es blies ein kräftiger Wind. Trotzdem ging es wieder auf die 222 in Richtung Gdansk. Der Verkehr nahm zu, man merkte, dass wir uns wieder einer Großstadt näherten. Immer mal einen Blick in den Rückspiegel sorgte für eine gewisse Sicherheit. Dann endlich erreichten wir das Ortsschild von Gdansk. Obligatorisches Finisherfoto zumindest für Susi. Dann quer durch Danzig, teilweise auf durch die Polizei abgesperrten Hauptstrassen. Staatsbesuch oder Demo? Die schwer bewaffneten Polizisten erwiderten unsere Gruesse freundlich und liessen uns durch. Dann erreichten wir unser vorab gebuchtes Hotel Lival um 16:15 h, direkt am Ostseestrand mit Blick zum Meer, ohne einen Regentropfen abbekommen zu haben. So jetzt regenerieren wir erst mal und sehen uns die nächsten Tage die interessanten Orte in Danzig an.

Bis bald, Susanne + Spieli

Achtung ab heute findet ihr die neuesten Berichte immer am Anfang, dann braucht ihr nicht immer runterscrollen. Vielen Dank für den Tipp Nadine + Dennis!