Tecklenburg- Haltern, 83 km, 4:20h, Hm 189

Gegen 9 Uhr fuhr ich in Tecklenburg los. Jetzt lagen keine Berge mehr vor mir. An Greven, Münster vorbei über Dülmen nach Haltern, wo ich gegen 14h eintraf. Dort empfing mich meine Frau mit dem Auto, da ich keine Lust mehr hatte durchs Ruhrgebiet zu fahren. Am Nachmittag war ich dann wieder zu Hause in Wuppertal. Meine Reise war zu Ende, aber die Eindrücke, die ich während der 3 Monate und 4 Tage gesammelt habe, bleiben für mich unvergesslich!

Kleine Reisestatistik

Gesamtstrecke.             7523 Km

davon Radkilometer.   6063 Km

Fahrtage.                             69

Schnitt pro Tag.                 88 Km

Höhenmeter.                39 079

Energieverbrauch.     161 035 kcal. entspricht 17,3 Kg Fett

Gewichtsabnahme.           10 Kg

Reifenpannen.             2 Speichenbrueche, 1 Platten

Übernachtung. 41x JH, 30x Zelten, 19x Hütte

Unpaesslichkeit.               1

Bis zum nächsten Jahr, euer Spieli!

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Ankunft in Haltern

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Bassum- Tecklenburg, 114 km, 6:15h, 592 Hm

Die Strasse von Bassum führte schnurgerade über 40 km nach Diepholz. Von dort weiter über Damme. Da tauchten die ersten Berge auf. Die nennen das auch die Dammer Schweiz, etwas grossspurig, bei den paar Hügeln. Hinter Westerkappeln über den Teutoburger Wald wurde es dann etwas anspruchsvoller. Bei einem Freizeitbiker hängte ich mich hintendran. Aber schon nach 1km gab der auf, wie gesagt, der hatte kein Gepäck! Die letzten Anstiege nahm ich und erreichte dann die JH von Tecklenburg. Die befindet sich oben, neben der Burg und man hat wie heute bei schönem Wetter einen fantastischen Fernblick bis Münster. Dies ist meine letzte Nacht allein. Morgen holt mich meine Frau in Haltern am See ab und dann ist meine Reise beendet!

Bis bald, euer Spieli.

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Blick von der JH Tecklenburg aufs Münsterland

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Bremervörde- Bassum, 101 km, 6:03h, 214 Hm

2 Schulklassen ( 4. Klasse) mit ihren Begleitern machten hier auch Urlaub. Da ging es beim Frühstück schon sehr lautstark zu. Vor allem die Jungs sparten nicht mit Kraftausdruecken. Na das muss wohl so sein! Über eine Nebenstraße fuhr ich nach Gnarrenburg. Die Strasse kannst du ruhig lang fahren, ich bin auch schon mit dem Rad durchs Moor gefahren, verkündete mir der Tankstellen Pächter, den ich wegen des Zustandes der Strasse befragte. Von Gnarrenburg ging es weiter durch das Künstler Städtchen Worpswede und dann nach Bremen. Kurz vor Bremen half ich einer Schülerin wieder auf die Beine, die mit ihrem Rad gestürzt war. Ihr Turnbeutel, am Lenker befestigt, kam zwischen Speichen und Gabel und führte zu dem Sturz. Ihr war nichts passiert, Vorderrad ausgebaut, Turnbeutel herausgefriemelt, Vorderrad wieder eingebaut, Lenker gerichtet. Der eilig angerufene Papa musste nicht kommen! Dann kam Bremen. Also Bremen muss man mögen. Keine Hinweisschilder an den grossen Strassen, da half nur wieder Fragen, denn dem Garmin vertraute ich seit Stockholm nicht mehr. Endlich erreichte ich Bassum und eine herbe Enttäuschung, den CP gab es nicht mehr! In der 1. Pension, verlangten sie einen Wucherpreis, bei der 2. B&B kamen wir preislich zusammen.

Bis bald, euer Spieli.

Buesum- Bremervörde, 114 km,6:02 h, 209 Hm

Bei strahlendem Sonnenschein, endlich mal wieder, los gefahren. Nachdem ich in Meldorf an der Tankstelle Luft aufgepumpt hatte, hörte ich ein Schleifgeraeusch am Rad. 4-5 Mal angehalten und nichts gefunden. Dann hielt ich an einem passenden Ort an, Gepäck abgeladen, Rad auf den Kopf gestellt und dann entdeckte ich, dass das Geräusch von den Schutzblechhaltern des Hinterrades und nicht vom Vorderrad kamen. Mit etwas Biegen war dann wieder alles OK! In Eddelak, kurz vor Brunsbuettel, hielt ich noch mal bei einer Fahrradwerkstatt an und liess die Kette ueberpruefen. Der Meister meinte, die sei durch und baute eine neue ein. Dann endlich weiter und und mit der Fähre ging es erst über den Nord- Ostseekanal und dann in Glückstadt über die Elbe nach Wischhafen. Dann noch die 49 km bis Bremervörde runtergekurbelt und ich hatte mein Tagesziel, das Jugendhotel erreicht. Schönes Zimmer und das Wichtigste ich bekam noch was zu Essen!

Bis bald, euer Spieli.

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Mit der Fähre über den Nord- Ostseekanal

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Elbfaehre Glückstadt- Wischhafen

Flensburg- Tönning, 108 km, 6:21h, 213 Hm

Bei der Abfahrt in Flensburg war der Himmel noch grau, aber es regnete nicht. An 2 Dingen merkte ich, dass ich wieder in Deutschland war, an den schlechten Radwegen und an dem unangemessenen Verhalten einiger Autofahrer, wenn ich auf Nebenstrecken auf die Fahrbahn auswich. Von Verbalattacken, über den ach so feinen Stinkefinger, bis zum Abdraengen von der Fahrbahn, wohlgemerkt bei freier Strecke ohne Gegenverkehr! Das ist mir in den skandinavischen Ländern nicht ein einziges Mal passiert. Die Autofahrer dort gehen einfach ruecksichtsvoller miteinander um! In Husum, meiner nächsten Station, machte ich, bei mittlerweile blauem Himmel, Rast in dem gleichen Hafencafe, wie letztes Jahr, als ich Axel beim Ostseeman besuchte. Der Cappuccino schmeckt immer noch so gut wie letztes Jahr! Über Tönning erreichte ich Büsum, ebenfalls bei schönstem Sonnenschein. Die JH war ausgebucht, deshalb vermittelten sie mir ein Zimmer mit Frühstück im Hotel Siegfried in Büsum am Deich, für 29 €. Da kann man nicht meckern! Alles war sauber und ordentlich!

Bis bald, euer Spieli.

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Am Husumer Hafen

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Buesumer Hafen im Mondlicht

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Sonnenuntergang

 

Kolding- Flensburg, 100 km, 5:30h, 618 Hm

Sonnenschein mit einigen Schauern war heute angesagt. In Haderslev wollte ich nur einen Kaffee trinken. Mein Rad parkte ich gegenüber in Sichtweite. Als ich mir beim Kaffee trinken so das Hinterrad ansah, stellte ich fest, dass ich einen Platten hatte. Den ersten Platten an diesem Rad! Ein Glassplitter hatte den Schlauch erwischt. Da ein kleiner Schlitz im Mantel war, nahm ich den Reservereifen und wechselte den Schlauch. An der Tankstelle dann wieder auf 5 bar aufgepumpt und weiter ging es über Aabenraa nach Flensburg. Ich hatte endlich wieder deutschen Boden erreicht. Tolles Gefühl, fast wieder zu Hause zu sein! Die JH ist sehr schön, nur die Beschilderung macht es etwas schwierig, sie zu finden. Aber Hauptsache, hier gibt es noch was zu essen!!

Bis bald, euer Spieli

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Endlich Flensburg erreicht!

Vejle- Kolding, 33 km, 1:57h, 220 Hm

Es fing doch alles so gut an, doch warum musste der Regen schon nach 6 km einsetzen! Ich machte deshalb in der JH Kolding Halt. Ich wollte nicht nochmal einen Tag im Regen durchfahren!

Bis bald, euer Spieli.

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Blick von der JH auf Kolding

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Festung Koldinghus aus dem 13. Jahrhundert.

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Spanische Treppe

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Das aelteste Haus Koldings aus dem Jahre 1589!

 

Viborg- Vejle, 106 km, 6:21 h, 621 Hm

Ich wollte mir noch Viborg ansehen, bin aber nur bis zum Radladen gekommen, der die Kette über prüfte. Alles OK! Dann fing es auch schon an zu regnen und aus der Stadtbesichtigung wurde nur ein schnelles vorbeihuschen! Dann Regenklamotten an und auf ging es in Richtung Vejle. Ich fuhr auf der 13, einer Hauptverkehrsstrasse, da ich keine Lust hatte 20 km Umweg auf romantischen Nebenstraßen zu fahren. Was soll bei Regen auf Nebenstrassen romantisch sein? Mal gab es Radwege, mal keine. Ich bin gut in Vejle in einer sehr netten JH angekommen und koche heute ausnahmsweise mal nicht selbst, sondern habe mir ne Pizza bestellt!

Bis bald, euer Spieli.