Algamitas- Malaga, 100 Km, 5:28h, 910 Hm

Heute war irgendwie nicht mein Tag. Schon die erste Steigung trieb mir den Schweiß aus allen Poren. Die ersten 45 Km ging es auf einem Hochplateau von ca. 500 m immer rauf und runter. Auf den Feldern wird vorwiegend Getreide angebaut, selbst an steilen Hängen. Einmal sah ich auf einem Hänger ein Kettenfahrzeug, dass Landwirtschaftlich eingesetzt wurde. Das habe ich vorher noch nicht gesehen. Die Navi führte mich wieder über abenteuerliche Nebenstraßen, mit bis zu einem halben Meter tiefen Löchern. Toll wenn bei Abfahrten so ein Loch hinter der nächsten Kurve lauert. Aber ich kam gut in der JH in Málaga bei 37,8 Grad an.

Bis bald, euer Spieli, Bilder kommen später, wenn ich den Korken aus der Leitung gezogen habe.

Sevilla- Algamitas, 108 Km, 6:42h, 1214 Hm

Die ersten 25 Km ging es fast ausschließlich über Sand- und Schotterpisten aus Sevilla heraus. Dann endlich wieder Asphalt!! Vorbei an vielen Sonnenblumenfeldern und Olivenbäumen. Nach Moron de la Frontera kamen sie endlich, die ich die ganze Zeit so vermisst hatte, die Berge!! Und es ging gleich knackig nach oben. Eine Unterkunft für heute Nacht hatte ich noch nicht. Nachdem ich etwas mehr als die Hälfte der Strecke nach Málaga zurückgelegt hatte, fragte ich in der Cafebar, ob ich hier eine Schlafgelegenheit finde und ja gegenüber in dem Haus solle ich mal nachfragen. Ich bekam ein schönes Appartement für 20 €. Was mir heute auf den Zeiger ging, waren die vielen Hunde, die aus den Hofeinfahrten geschossen kamen und mich verfolgten. Zum Schluss hatte ich den Trick heraus, sie schnell zu verscheuchen. Ich hob einfach die Hand und tat so als wolle ich mit Steinen werfen, da ergriffen sie sofort die Flucht. Der Inhaber des einzigen Restaurants in Algamitas ist Belgier, hat in der Schweiz lange in guten Restaurants gekocht und vor 5 Monaten hier neu eröffnet. Es schmeckte vorzüglich im Los Bandoleros.

Huelva- Sevilla, 104 Km, 6:30h, 595 Hm

Bei bedecktem Himmel und angenehmen 24 Grad ging es in Richtung Sevilla. Vorbei an teilweise schon abgeernteten Getreidefeldern, wobei zwischendurch immer wieder grosse Weideflächen auftauchten, auf denen Pferde, Esel und Schafe grasten und riesigen, knorrigen Olivenbaumplantagen. Je näher ich Sevilla kam umso höher stieg das Thermometer. Sevilla liegt in einem flachen Kessel und die Berichte, die ich von Mitreisenden, die daher kamen, hörte war immer wieder“ da ist es heiss“. Heute waren es nur 29 Grad und ich gelangte in der schönen JH an. Hier gibt es ein leckeres Abendbuffet für 8 € und ich konnte essen soviel ich wollte. Morgen gibt es einen Fahrrad freien Tag für mich und ich sehe mir die Stadt an.

Bis bald, euer Spieli

Tavira- Huelva, 87Km, 5:19h, 539 NN

Nachdem ich in Vila Real angekommen war, verließ ich leider wieder Portugal, das bis jetzt für mich schönste Land auf meiner Reise. Sehr freundliche und hilfsbereite Menschen und natürlich eine faszinierende Landschaft mit dem dominierenden Meer im Hintergrund, Mit der Fähre ueberquerte ich den Rio Guadiana und landete in Ayamonte auf der spanischen Seite des Flusses. Auf Nebenstraßen ging es nun in Richtung Huelva. Einmal musste ich etwas Geduld aufbringen, als ein Wachhund über den Zaun sprang und mir bellwnd den Weg versperrte. Aber Ruhe zahlt sich aus, nach ca. 5 Minuten trollze er sich von dannen. Mit der Navi hatte ich heute wieder einmal einige Probleme. Ein paarmal endete der Weg an einem hohen Zaun und ich musste wieder umkehren und einen Parallelweg fahren. Hier ist mir die Navi zu ungenau! In Huelva angekommen, stieg ich in der JH ab, da Gewitter angesagt waren.

Bis bald, euer Spieli

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Abschied von Portugal

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Ayamonte

 

Jede Menge Erdbeerplantagen

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und Olivenbäume

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Einfahrt nach Huelva

Portimao- Tavira, 104 Km, 6:28h, 756 Hm

Ursprünglich wollte ich über Albufeira und Faro nach Tavira, entschied mich jedoch kurzfristig, die Großstädte zu vermeiden und direkt nach Tavira zu fahren. Über kleine Nebenstraße, manchmal waren es auch nur Schotterpisten, vorbei an vielen, vielen Orangen und Mandarinenbaeumen landete ich am späten Nachmittag in der JH von Tavira. Morgen lege ich einen Ruhetag ein, um auch mein Rad wieder durchchecken zu lassen, Didi ist ja nicht kurzfristig erreichbar.

Bis bald, euer Spieli

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Einer stellvertretend für alle anderen

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Tavira

Vila do Bispo- Portimao, 76 Km, 4:32h, 593 Hm

Heute morgen lernte ich noch Lila kennen, die Besitzerin des Appartements, die für die nächsten Gäste wieder alles herrichtete. Ich fuhr über Sagres zum Cabo de Sao Vicente, alles touristisch gut erschlossen. Jetzt war ich an der Algarve und die Zahl der Wohnmobile nahm rasant zu. Das h. die Westküste Portugals ist noch immer ein Geheimtipp. Hier ist zwar weniger los, als an der Südküste, aber hier gibt es tolle, teilweise einsame Strände und die Preise sind niedriger! Weiter ging es über Lagos, die Felsen am Strand haben mich schon fasziniert, nach Portinao, wo ich in einer schönen JH uebernachtete.

Bis bald, euer Spieli

Am Cabo angekommen

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Am Strand von Lagos

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Almograve- Vila do Bispo, 86Km, 5:33h, 781 Hm

Als ich heute morgen aus dem Fenster blickte, war der Himmel bewölkt und die Bäume bogen sich im Wind. Ich hatte den ganzen Tag über strammen Gegenwind, dafür stieg die Temperatur nicht über 24 Grad. Am Anfang hatte ich versucht direkt an der Küste entlang zu fahren, aber nach 1 Km wurde aus der Asphaltstrasse eine Sandpiste, die ich nur schwer fahren konnte. An der nächsten Abzweigung fuhr ich dann wieder auf die Hauptstrasse. Es ging immer wieder bergauf und bergab, im Küstenbereich waren es die bewaldeten Dünen, im Süden kam ich dann in die Serra do Espinhaco de Cao, eine einsame Gegend. Die Strasse führte hier durch ein Naturreservat. In Vila do Bispo hatte ich ein Appartement für kleines Geld gebucht und stellte fest, als ich dort ankam, dass ich der einzige Gast bin! Schickes App. mit Küche und allem drum und dran. Morgen werde ich zum Cabo de Sao Vicente, dem südwestlichsten Punkt Europas und dann weiter nach Lagos und Portimao.

Bis bald, euer Spieli

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Einsamkeit pur!

Melides- Almograve,80Km, 4:26h, 427 Hm

Geschlafen habe ich wie in Abrahams Schoss. Bevor ich losfuhr machte ich noch ein Familienfotos, allerdings ohne die kleine Maria, das wollte Ana nicht, kann ich verstehen. Anschließend lernte ich noch Spike kennen, ein Deutscher, der mit 18 Jahren nach Portugal ging und seit 20 Jahren hier lebt und arbeitet. Der macht alles vom Hühnerstall bis zum Strohhaus! Ich wollte heute eigentlich bis Aljezur, das sind ca. 120 Km, aber die Hitze von 38 Grad bremste mich nach 80 Km in Almograve aus. Hier vermutete ich keine JH, aber sie war da, ein Wink des Schicksals? Ich ging noch schnell in den Minimarkt, um einzukaufen und fand auch in der hintersten Ecke, der ca. 10 m2 Ladenfläche noch eine artgerecht gehaltene Zucchini. Das Abendessen war gesichert! Vorher ging Ich zum Strand und schicke auch ein paar Bilder zum Appetit holen! Etwas lustiges erlebte ich mittags bei einer kurzen Rast in einer Bar. Hier traf ich auf zwei Deutsche, die ebenfalls seit 10 Jahren hier leben und arbeiten. Ich erzählte unter anderem von dem Projekt Kinderhospiz und beide spendeten jeweils einen €. Toll!

Bis bald, euer Spieli

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Das Wohnzimmer von Ana und Daniel

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Sesimbra- Melides, 86 Km, 5:16h, 701 Hm

Die Nacht auf dem CP war sehr stürmisch. Der Wind rüttelte in den Böen heftig am Zelt. An Schlafen war bei mir nicht zu denken, während meine Zeltnachbarn in aller Seelenruhe schnarchten. Am nächsten Morgen schob ich meinen Packesel erst mal die 3 Km bis zur Strasse hoch. Bis Setubal waren es 28 Km, da hatte ich auch schon 570 HM hinter mir. Hier ging es dann auf die Fähre über den Rio Sado nach Troja, wo ich bis Melides dem Küstenverlauf folgte. Sand, Strand 20 oder doch 30 Km, Kiefernwälder, eine ganz tolle, aber auch einsame Gegend! In Melides wollte ich eigentlich auf den CP, sah aber kurz hinter Melides im Vorbeiradeln ein Schild Guesthouse. Ich klopfte an und fragte Ana ob sie noch ein Zimmer frei hat. Sie hatte und ich bekam ein sehr schönes Zimmer. Maria, die 2 jährige Tochter begrüßte mich auch. Nach dem Duschen zauberte der Sternekoch in der Kueche noch ein 3- Gänge Menü.

Bis bald, euer Spieli.

Überfahrt nach Troia

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Setuabal

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